Kalziumsilikatplatten gegen Schimmel

Kalziumsilikatplatten gegen Schimmel
Kalziumsilikatplatten gegen Schimmel

Schimmel kann in Häusern und Wohnungen bei nassen Wänden, ungenügender Luftzufuhr oder zu großer Wärme auftreten. Aufgrund der Gesundheitsrisiken ist eine umfassende und nachhaltige Schimmelbeseitigung ratsam. Kalziumsilikatplatten könne da helfen.

Bauexperten empfehlen für die wirkungsvolle und langfristige Sanierung bei Schimmelbefall Kalziumsilikatplatten. Ihre speziellen Eigenschaften können eine Rückkehr des Schimmels verhindern.

Kalziumsilikatplatten – welche Eigenschaften sie auszeichnen

Bei Kalziumsilikatplatten handelt es sich um Bauplatten auf mineralischer Basis. Ursprünglich wurden sie entwickelt, um in den Bereichen Brandschutz und technische Wärmedämmung ihren Dienst zu tun. Die Hauptbestandteile der Platten sind:

  • Siliziumdioxid
  • Kalziumoxid
  • Wasserglas
  • Zellulose

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die sie für den Einsatz im Rahmen einer Schimmelsanierung prädestinieren, gehören ihre Formstabililät und Druckfestigkeit, ihre hohe Kapillarität sowie ihr hoher PH-Wert. Zudem sind die Platten diffusionsoffen, alkalisch, nicht brennbar sowie baubiologisch unbedenklich. Dieser Aspekt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn für immer mehr Verbraucher ist es wichtig, Baustoffe zu nutzen, in denen möglichst wenige gesundheitsschädliche Bestandteile verarbeitet sind.

Die Kalziumsilikatplatten sind für den Menschen ungefährlich. Diese Tatsache ist bei im Haushalt lebenden Kindern besonders bedeutsam. Auch die sehr guten Dämmungseigenschaften sowie eine Energieersparnis von bis zu 90 Prozent zeigen die hohe Qualität dieses Baustoffes. Diese Eigenschaften sorgen für ein insgesamt besseres und zudem gesundes Raumklima, was eine Grundbedingung für die Vermeidung von Schimmel ist. Kalziumsilikatplatten sind im Fachhandel erhältlich.

Kalziumsilikatplatten – wie verhindern sie Schimmelbefall

Eine Hauptursache für Schimmelbildung ist die sogenannte stehende Feuchtigkeit in Wänden – auch Kondensatfeuchte genannt. Diese Feuchtigkeit oder auch stetig auftretendes Kondenswasser ist ein idealer Nährboden für Schimmel. Hier leisten Kalziumsilikatplatten hilfreiche Dienste, weil sie durch ihre hohe Kapillarität, ihre Diffusionsoffenheit und ihre mineralische Beschaffenheit für einen schnellen Abtransport von Feuchtigkeit sorgen. So werden stehende Feuchtigkeit und Durchnässung verhindert. Außerdem reduziert der hohe pH-Wert die Neubildung von Schimmel auf ein Minimum. Folge: In Räumen kann ein trockeneres und gesünderes Klima entstehen, welches eine Schimmelbildung nachhaltig zu verhindern vermag.

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In welchen Größen gibt es Kalziumsilikatplatten?

Klaziumsilikatplatten werden in unterschiedlichen Maßen angeboten und lassen sich darüber hinaus leicht zurechtschneiden. Grundsätzlich sollte man aber ungefähr wissen, wie groß die zu sanierende Fläche ist. Fachhändler bieten die Kalziumsilikatplatte meist in folgenden Größen an:

  • 625 mm x 1.000 mm
  • 625 mm x 500 mm
  • 500 mm x 1.000 mm

Bezüglich der Plattenstärke findet man diesen Baustoff meist mit Stärken von 25, 30 oder 50 mm. Es gibt die Platten sowohl unbehandelt als auch als vorgrundierte Variante, bei der eine vorherige händisch durchgeführte Grundierung entfallen kann.

Tipp: Wer die Kalziumsilikatplatten über einen Fachhändler bezieht, kann wählen, ob er einzelne Platten, ein Spar-Paket (mit Platten und Zubehör) oder sogar eine ganze Palette mit Klaziumsilikatplatten kauft.

Verwendung von Kalziumsilikatplatten

Für eine Schimmelsanierung mit solchen Platten werden keinerlei Vorkenntnisse benötigt, sodass man sich das Geld für einen Handwerksbetrieb sparen kann. Damit die Kalziumsilikatplatten die Schimmelneubildung langfristig verhindern, müssen zuerst die Ursachen (z. B. eine undichte Leitung unter Putz) beseitigt sowie die betreffenden Wände vom Schimmel befreit werden. Notfalls durch die Entfernung und Erneuerung des ganzen Putzes. Dann werden Staub oder andere Verschmutzungen von der Wand entfernt.

Bei frisch verputzten bzw. stark saugenden Wänden wird eine Silikatgrundierung aufgetragen. Diese lässt man durchtrocknen. Sollten die Platten nicht bereits ab Werk grundiert sein, müssen auch die Platten noch grundiert werden. Nach der Durchtrocknung welche über Nacht erfolgen kann, kann mit der Arbeit fortgefahren werden. Man schneidet die Platten zurecht, trägt Silikatkleber auf die Wand oder Decke auf und drückt jede Platte fest an. Anschließend spachtelt man die Platten ab und streicht sie mit spezieller Silikatfarbe.

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Verfasst von Antje Schweizer