Kinderzimmer renovieren & einrichten

Die regelmäßige Renovierung der Wohnung oder des Eigenheims gehört zu den klassischen Aufgaben, vor allem, wenn man sehr lange dort wohnt. Ein Kinderzimmer renovieren & einrichten zählt zu den spannendsten Aufgaben, weil sie den Eltern klar macht, dass ihr Nachwuchs sich entwickelt. Die folgenden Tipps können helfen, die richtige Einrichtung zu finden.

Kinderzimmer – wechselnde Anforderung im Laufe der Zeit

Baby, Kind, Jugendlicher, unsere Kinder entwickeln sich, werden größer und durchleben unterschiedliche Lebensabschnitte. In jedem dieser Abschnitte benötigen sie für ihr Zimmer unterschiedliche Farben an den Wänden und verschiedene Einrichtungen. Ein Laufstall sollte in jedem Kleinkindzimmer stehen, ein schöner, kindgerechter Schminktisch gehört in jedes Mädchenzimmer und die vielgenutzte Gaming-Ecke ist in einem Jugendzimmer fast schon Standard. In den nächsten Abschnitten geben wir Tipps, was alles in die verschiedenen Zimmerarten hineingehört.

Babyzimmer

Muss ein Zimmer für ein Neugeborenes renoviert und eingerichtet werden, kann man sich zunächst auf das Wesentliche konzentrieren. Neben einer schönen, nicht zu grellen Tapete, eventuell mit hellbunten, großformatigen Motiven (sie regen das Baby zum Schauen an) gehren vor allem folgende Einrichtungsgegenstände zu den Grundanforderungen eines Babyzimmers:

  • Wiege bzw. Babybett (in den ersten Monaten eventuell als Beistellbett fürs Elternschlafzimmer)
  • Wickeltisch (eventuell als Aufsatz für eine Kommode)
  • Kommode oder Schrank (als Stauraum für Babyutensilien)
  • Schaukelstuhl & Stillecke (zum Füttern, Kuscheln und später zum Vorlesen)

Sie können bereits mit Tapeten Atmosphäre schaffen und mit schönen Möbeln ein altersgerechtes Kinderzimmer einrichten. Planen Sie am besten im Voraus, wie Sie das Kinderzimmer renovieren möchten, dann entsteht ein einheitlich eingerichteter und gestalteter Raum, in dem sich der Nachwuchs wohlfühlt.

Kleinkindzimmer

Irgendwann beginnt Ihr Nachwuchs mit dem Krabbeln und Laufen. Dann wird es Zeit, das Babyzimmer in ein Kleinkindzimmer umzuwandeln. Je größer der Nachwuchs ist und je agiler er wird, desto öfter geht er auf Erkundungstour, trainiert seine motorischen Fähigkeiten und versucht nach allem zu greifen, was für ihn erreichbar ist. Daher ist es wichtig, kleinteilige Gegenstände so im Kinderzimmer zu verstauen, dass das Kind sie nicht erreichen kann. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihr Kind Gegenstände verschluckt. Diese Gefahr besteht, weil das Kind Dinge, die es greift fast immer auch in den Mund nimmt.

  • Kinderbett (mit später eventuell abnehmbaren Gittern)
  • Laufstall oder Laufhilfe (Baby-Walker)
  • Schrank oder Kommode für Kleidung
  • Spielbereich bzw. Krabbelecke (mit dickem Teppich und Kindersitzkissen)
  • Spielzeug & verschließbare Boxen zur Aufbewahrung (altersgerecht)

An den Wänden könnten Sie die sehr großformatigen Bilder des Babyzimmers durch etwas detailliertere Darstellungen von Märchengestalten oder Tieren austauschen. So regen Sie den Nachwuchs zur genaueren Betrachtung an und sorgen für einen Lerneffekt, wenn Sie Ihrem Kind den Namen des Tieres sagen, falls es z. B. darauf zeigt.

Kind erobert das Wohnzimmer – CHaos pur © envato elements

Jugendzimmer

Mit steigendem Alter Ihres Nachwuchses verändern sich auch die Anforderungen an die Zimmergestaltung. Je älter der Zimmerbewohner wird, desto mehr eigene Interessen entwickelt er. Das gilt auch hinsichtlich des Einrichtungsgeschmacks. Jugendliche finden Ideen der Eltern meist nicht wirklich gut. Deshalb sollten Sie, bevor Sie das Kinderzimmer renovieren und für Ihr zum Jugendlichen gewordenen Nachwuchs einrichten, mit ihm sprechen und ihn nach den eigenen Wünschen fragen. Neben selbst gewählten Deko-Elementen wie einer Fototapete, selbst angebrachten Postern oder einem speziellem Teppich gehören in ein Jugendzimmer vor allem folgende Einrichtungsgegenstände:

  • Jugendbett (der Größe und dem Geschlecht entsprechend)
  • Sitzgelegenheiten (für Gäste)
  • Schreibtisch & Stuhl (zur Erledigung der Hausaufgaben oder zum Spielen)
  • Kleiderschrank mit ausreichend Platz (mit Fächern und Hängeteil)
  • Beleuchtung (Geschmack des Jugendlichen sollte berücksichtigt werden)
  • Platz für Hobby-Utensilien (Sportgeräte, Inliner o. ä.)

Bei der Renovierung und Einrichtung eines Jugendzimmers ist es sehr wichtig, die Meinung und die Wünsche des älter werdenden Kindes weitestgehend zu berücksichtigen. So zeigen Sie ihm, dass seine Meinungen und Wünsche Gewicht haben und nicht einfach zugunsten des Elterngeschmacks übergangen werden.

Gästezimmer für erwachsene Kinder zu Besuch

Sind die Kinder erwachsen und haben ihre eigene Wohnung, steht ihr ehemaliges Zimmer meist erstmal leer. Gerade bei weit entfernt lebenden Kindern kann es sinnvoll sein, ihnen ein Gästezimmer einzurichten, in dem sie bei einem Besuch übernachten können. Ein solches Gästezimmer (das fast immer auch von den Eltern genutzt wird, z. B. als Näh- oder Hobbyzimmer) kann ruhig funktional eingerichtet sein:

  • ausziehbare Couch zum Schlafen für zwei Personen (Kind und Gatte/Gattin)
  • großer Schrank oder Kommode (für mitgebrachte Kleidung bei längerem Aufenthalt)
  • ausreichen große Arbeitsfläche (falls der Besuch arbeiten muss)
  • einige Fotos der Familie (damit sich der Besuch im Zimmer heimisch fühlt)

Ein solches Kinder-Gästezimmer sollte so renoviert und eingerichtet werden, dass es mehreren Zwecken gleichzeitig dienen kann. Um Raum zu schaffen, könnten Sie z. B. ein Schrankbett anschaffen. Dieses lässt sich unsichtbar verstauen und nimmt keinerlei Platz weg.

Fazit

Das A und O, wenn Sie ein Kinderzimmer renovieren und einrichten möchten, besteht darin, dies altersgerecht zu tun. Auch der jüngste Nachwuchs nimmt sehr viel wahr und der Lerneffekt, der von einem sinnvoll eingerichteten Baby- oder Kleinkindzimmer ausgeht, ist nicht zu unterschätzen. Müssen Sie ein Jugendzimmer renovieren und neu einrichten, fragen Sie Ihr Kind, was es sich wünscht, welche Farben es bevorzugt und welche Art von Möbeln es am liebsten hätte. Finden Sie Kompromisse hinsichtlich der Einrichtung seines Zimmers. So sind Sie auf der sicheren Seite, verhindern Streit mit Ihrem pubertierenden Nachwuchs und tragen einmal mehr zum Frieden in der Familie bei.


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