Terrasse sanieren – Kosten & Tipps im Überblick

Die Terrasse ist für viele Hausbesitzer oder Mieter von Erdgeschosswohnungen im Sommer so etwas wie die Erweiterung des Wohnzimmers. Hin und wieder aber heißt es: Terrasse sanieren.

In der Gastronomie ist eine schöne und gut gepflegte Terrasse in diesen Tagen besonders wichtig. Zum einen ist der gastronomische Betrieb aktuell, also wegen Corona, zum Teil auf die Nutzung der Außengastronomie beschränkt. Zum anderen zieht der schön gestaltete Biergarten mit den ersten Strahlen der aufkommenden Frühlingssonne erfahrungsgemäß mehr Menschen in die Gastronomie als die klassischen Innenräume.

Bleibt die Frage, wie Privatpersonen und Gastronomen gleichermaßen ihre Terrasse so gestalten und pflegen können, dass sie möglichst optimal genutzt werden kann und dabei auch noch ein angenehmes Ambiente für unbeschwerte Stunden im Freien geschaffen wird.

Terrasse sanieren oder ausbessern?

Sie planen eine neue Terrassenüberdachung oder wollen Ihre alte Terrassenüberdachung um eine Solaranlage erweitern, um Ihren eigenen Strom zu erzeugen? Oder wollen Sie Ihre Terrasse einfach nur für den kommenden Frühling in Schuss bringen? Unabhängig davon, warum Sie Ihre Terrasse genauer inspizieren – es gilt zum Ende des Winters hin zu prüfen, ob Ihre Terrasse reparatur- oder gar sanierungsbedürftig ist.

Der Unterschied, ob Sie Ihre Terrasse nur reparieren oder gar komplett sanieren müssen, ist am Ende vor allem eine Kosten- und Arbeitsfrage. Nähert sich der Winter dem Ende, sollten Sie prüfen, ob auf der Terrasse irgendwelche offenkundigen Schäden am Bodenbelag zu erkennen sind. Haben Sie einen Fliesenboden, müssen Sie die Fliesen auf Schäden wie Sprünge oder abgesplitterte Ecken kontrollieren. Beschädigte Fliesen sollten Sie auswechseln.

Nach einigen Jahren kann es auch passieren, dass Sie Fliesenfugen wieder auffüllen müssen. Vor allem Dehnungsfugen müssen ab und an nachgezogen werden. Natürlich muss die Terrasse zum Ende des Winters einmal grundgereinigt werden. Manche Schäden lassen sich auch erst nach einer gründlichen Reinigung der Terrasse abschätzen.

Im Fall eines Bodenbelags aus Holz sollten Sie prüfen, ob die Holzdielen auf dem Boden noch fest liegen oder ob diese an einigen Stellen locker geworden sind. Bei Bedarf müssen Sie lockere Holzdielen wieder befestigen. Auch hier gilt es, beschädigte Teile des Bodenbelags zu ersetzen. Bei einer Holzterrasse müssen Sie nach der Reinigung auch prüfen, ob ein neuer Anstrich oder eine neue Lasur notwendig ist. Dieser lässt zum einen die Dielen in neuem Glanz erstrahlen und zum anderen hat er auch eine Schutzwirkung für das Holz selbst.

Haben Sie festgestellt, dass die Schäden doch größer sind, wird es Zeit für eine komplette Terrassensanierung. In diesem Fall müssen als erstes der Bodenbelag und eventuelle Aufbauten entfernt werden. Anschließend müssen Sie sich für einen neuen Bodenbelag entscheiden.

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Terrassengestaltung mit Stein oder Holz?

Haben sie sich für eine Komplettsanierung entschieden, stellt sich die Frage, wie Sie den Boden in Zukunft gestalten möchten. Hier bietet sich ein Steinbelag aus Fliesen oder ein Holzbelag an. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Holzterrasse

Eine Holzterrasse ist immer ein besonders edler Anblick. Wichtig ist dabei die Auswahl des richtigen Holzes. Stabil und natürlich für den Außenbereich geeignet muss es sein. Tatsächlich bietet eine Holzterrasse Ihnen eine ganze Reihe spannender Vorteile. So zum Beispiel:

  • ein wohnliches Ambiente

Holz als Bodenbelag verbreitet im freien ein heimeliges Gefühl wie kein anderer Bodenbelag. Vor allem im Sommer, wenn die Sonne scheint und die Wärme die Menschen ins Freie zieht, ist eine Holzterrasse die optimale Ergänzung zum eigenen Wohnzimmer – oder zum Innenbereich in der Gastronomie.

  • Der Pflegeaufwand ist überschaubar

Haben Sie Ihre Holzterrasse fachmännisch verarbeitet und dazu ein gutes und hochwertiges Hartholz gewählt, dann bedarf diese keiner großen Wartung. Die Pflege bezieht sich größtenteils auf die Reinigung und die Erhaltung der Qualität und der Farbe des Holzes. Die regelmäßige Reinigung und das Auftragen eines Holzöles, um dem Holz dauerhaft die notwendige Feuchtigkeit zu geben, reichen dabei schon vollständig aus.

  • wenig Probleme mit der Wahl der richtigen Terrassenmöbel

Wenn Sie eine Holzterrasse haben, müssen Sie sich wenig Gedanken um die weitere Einrichtung Ihrer Terrasse machen. Denn zu klassischen Holzdielen passt von der Einrichtung her nahezu alles – sowohl farblich als auch vom Stil der Gestaltung her. Das trifft sowohl auf die Terrassenmöbel zu als auch auf zusätzliche Aufbauten und Accessoires.

Doch eine Holzterrasse bringt auch einige Nachteile mit, die Sie sich vor Augen halten sollten, bevor Sie eine abschließende Entscheidung treffen. Diese sind:

  • Holz vergraut mit der Zeit

Jedes Holz verliert mit der Zeit seine Farbe. Das liegt daran, dass die UV-Strahlung im Sonnenlicht nach und nach die natürliche Pigmentierung im Holz zerstört. Diesen Prozess können Sie unter anderem durch das zweimalige Ölen Ihrer Holzdielen im Laufe des Jahres verlangsamen. Alternativ können Sie ausgegraute Holzdielen auch mit neuer Farbe streichen. Hierdurch haben sie zwar nicht mehr ihre natürliche Farbe, es gibt allerdings eine Menge Holzfarben im Handel, die Ihrer Terrasse ebenfalls eine angenehme Atmosphäre verleihen können.

  • Holz arbeitet

Holz ist ein lebender Werkstoff. Das bedeutet, dass es auch arbeitet. Wird Holz nass, dehnt es sich aus. Trocknet es wieder, zieht es sich wieder zusammen. Bei Kälte zieht es sich weiter zusammen. Das führt zu ständigen Änderungen in den Abmaßen der jeweiligen Dielen. Sie müssen also dafür sorgen, dass die einzelnen Holzdielen ausreichend Platz haben, um zu arbeiten. Andernfalls kann es zu Schäden an Ihrem Bodenbelag kommen.

  • Jedes Holz splittert
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Es gibt keinen natürlichen Holzbelag, der zu 100 Prozent splitterfrei ist. Wer also gern barfuß auf seiner Terrasse unterwegs ist, sollte auf einen Holzbelag eher verzichten.

Die Steinterrasse

Steinterrassen bringen ebenfalls eine ganze Reihe von Vorteilen mit. Hier einmal ein Überblick über die wichtigsten Punkte:

  • enorme Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten

Von der Auswahl des Baustoffes Ihres Bodenbelages (Beton, Fliesen, Naturstein, Granit, Terrassenplatten, uvm.) bis hin zur Farbe haben Sie bei einer Steinterrasse eine viel größere Auswahl als bei einer Holzvariante.

  • extrem pflegeleicht

Ihre Steinterrasse müssen Sie regelmäßig reinigen – bei den meisten Steinbelägen haben Sie damit Ihre Schuldigkeit auch bereits getan. Sehr hochwertige Natursteine bedürfen zuweilen einer Versiegelung, diese sollten Sie allerdings vom Experten aufbringen lassen.

  • langlebiger als Holz

Im direkten Vergleich gewinnt die Steinterrasse in puncto Langlebigkeit gegen die meisten anderen Bodenbeläge – inklusive der Holzterrasse. Allein Fliesen auf der Terrasse können anfällig sein, wenn man Teller oder andere schwere Gegenstände herunterfallen.

  • besonders trittsicher

Die meisten Steinbeläge bieten sehr viel Grip, was vor allem bei nassem Boden sehr gut sein kann und gerade in der Außengastronomie besonders wichtig ist. Allein einige Fliesenarten haben eine Beschichtung, die bei Nässe zu erhöhter Rutschgefahr neigt. Hier gilt es bei der Auswahl auf den Faktor Trittsicherheit zu achten.

  • Stein ist feuersicher

Wer direkt auf der Terrasse grillen möchte, ist mit der Steinterrasse bestens aufgestellt, denn dieser Bodenbelag ist komplett feuersicher und bietet somit auch für Grillliebhaber und Freunde langer Abende rund um die Feuerschale alles, was das Herz begehrt.

  • Für jeden Geldbeutel das Passende dabei

Ein weiterer Vorteil ist der Umstand, dass Sie bei Steinbelägen alle Preisspannen finden. Von sehr günstigen Fliesen und Platten bis hin zu extrem hochwertigen und teuren Natursteinplatten ist hier alles dabei.

Die Nachteile halten sich im Vergleich dazu eher in Grenzen. Hier schlägt nur ein Punkt wirklich zu Buche:

  • weniger warmes Ambiente als ein Holzbelag

Eine Holzterrasse bringt ein ganz besonders Gefühl mit. Diese Wärme in der Ausstrahlung kann eine Steinterrasse nicht erreichen. Wer allerdings die kühle Eleganz von Stein als Bodenbelag mag, wird an dieser Stelle kein Problem haben.

Tipps für die Terrassensanierung

Damit Sie möglichst lange etwas von Ihrer neuen Terrasse haben, sollten Sie bei der Terrassensanierung vor allen Dingen auf den Aufbau bzw. den Untergrund achten. Denn von der Qualität des Untergrunds ist oftmals auch Langlebigkeit des jeweiligen Bodenbelags abhängig.

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Als Erstes sollten Sie den alten Terrassenbelag restlos entfernen. Das trifft auch auf den verwendeten Mörtel und genutzten Kleber zu. Anschließend prüfen Sie den Untergrund und entfernen eventuell freiliegende Estrichstücke. Die Löcher sind anschließend mit Reparaturestrich aufzufüllen. Kleinere Risse können mit Kunstharz aufgefüllt werden. Wichtig ist, dass hier am Ende wieder eine glatte Oberfläche entsteht.

Nun sollten Sie für eine Entkopplung sorgen. Das geht durch den Einsatz eins entsprechenden Vlieses oder durch die Einlage einer Verdichtungsschicht wie Kunstharz beispielsweise.

Anschließend ist der richtige Untergrund für Ihren geplanten Bodenbelag wichtig. Für eine Holzterrasse brauchen Sie eine Verlattung als Unterkonstruktion. Für einen Steinbelag muss ein passender Mörtel oder ein fester Untergrund wie Trockenbauplatten für den Außenbereich vorhanden sein – hier ist es wichtig, sich je nach gewählten Steinbelag individuell zu informieren.

Gartenmöbel für die neue Terrasse

Ihre Terrasse erstrahlt in neuem Glanz? Dann wird es Zeit für die richtige Einrichtung. Eines gilt dabei gleichermaßen für eine private Terrasse wie die Terrasse in der Außengastronomie: Hochwertige Garten- und Terrassenmöbel sind ein wichtiger Faktor, damit man sich auf dem Mobiliar wirklich wohlfühlen kann. Ob Sie also individuelle Gartenmöbel für die Gastronomie oder einfach nur die perfekten Möbel für Ihre private Terrasse suchen – wenn Sie Ihre Terrasse sanieren und zu neuer Schönheit verhelfen, sollten Sie grade beim anschließenden Mobiliar nicht auf Qualität verzichten.

Fazit

Die Terrasse zu sanieren, bedeutet eine Menge Arbeit und vor allem die Überlegung, welcher Bodenbelag in Zukunft der Richtige für Sie ist. Allerdings werden Sie auf einer gut sanierten Terrasse, auf der Sie hochwertige Materialien verarbeitet haben und die Sie gut pflegen, auch eine Vielzahl schöner Momente genießen können.

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Hajo Simons
Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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