Förderungen für neue Fenster – alle Infos

Der Einbau neuer Fenster wird unter bestimmten Voraussetzungen gefördert. Foto: ©ronstik / stock adobe

Fenster zählen zu den größten Kältebrücken in jedem Haus. Daher ist es besonders wichtig, hier möglichst gutes Material zu wählen. Da sich die Materialien und Fertigungsmethoden immer weiter entwickeln, sind ältere Fenster zwangsläufig irgendwann reif für einen Austausch.

Doch keine Angst – es gibt hier oft Förderungen und Zuschüsse, die in Anspruch genommen werden können. Vorausgesetzt, sie erfüllen ihre Zwecke, Energie und somit Kosten zu spare – wie etwa die Fenster von Schüco. Welche Förderungen das sind und wo Sie diese bekommen, erfahren Sie hier.

Neue Fenster – Vorteile im Überblick

Es ist klar, dass man beim Bau eines Hauses neue Fenster braucht. Doch darüber hinaus gelten Fenster, die vor dem Jahr 1995 eingebaut worden sind, mittlerweile als stark veraltet. Hier entstehen durch die geringe Wärmedämmung enorme Heizkosten.

Als Richtwert für die Wärmedämmung dient der sogenannte U-Wert (Wärmedämmungskoeffizient). Der U-Wert gibt an, wie hoch der Wärmeverlust ist. Das bedeutet: Je niedriger der U-Wert ist, desto besser.

Der U-Wert wird hauptsächlich durch die Dicke und die Wärmeleitfähigkeit der eingesetzten Materialien bestimmt. Bei modernen Standardfenstern liegt der U-Wert bei 1,3 W/m²K, bei Energiesparfenstern sind es 0,8 W/m²K. Um Heizkosten zu sparen, sollten also Fenster angeschafft werden, die einen möglichst niedrigen U-Wert aufweisen. Bei modernen Wärmedämmfenstern ist das Glas mit einer dünnen Schicht aus Edelmetall beschichtet, welche lichtdurchlässig ist, aber sehr gute Isoliereigenschaften aufweist.

Ein weiteres Kriterium, das beim Fensterkauf wichtig ist, ist die Schalldämmung. Gerade für Menschen, die an einer stark befahrenen Straße oder nahe der Autobahn wohnen, ist diese von großer Wichtigkeit. Hier sollten Sie insbesondere auf den Schalldämmwert achten. Je höher dieser ist, desto besser.

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Der Schalldämmwert wird durch Faktoren wie das Scheibengewicht und den Scheibenzwischenraum beeinflusst. Je größer das Gewicht der Scheibe, also je dicker die Scheibe ist, desto höher fällt auch der Schalldämmwert aus. Für Schallschutz Gläser werden Scheibendicken verwendet, die größer sind als 6 mm. Beim Scheibenzwischenraum nimmt der Schalldämmwert mit der Breite des Zwischenraums zu. Im Normalfall liegt die maximale Breite bei 24 mm – etwa bei Fenstern von Schüco.

Welche Förderungen für Fenster gibt es?

Die Entscheidung, neue Fenster einzubauen, ist nicht nur eine Frage des Wohnkomforts und der Ästhetik, sondern wirkt sich auch finanziell aus – sofern Sie die verschiedenen Fördermöglichkeiten in Betracht ziehen. Im Folgenden möchten wir diese etwas genauer vorstellen:

Zuschuss für neue Fenster von der BAFA

Die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet einen attraktiven Zuschuss für den Austausch alter Fenster durch energieeffiziente Modelle. Dieser Förderungszuschuss ist Teil des Programms zur Förderung von Energieeffizienz in Gebäuden und soll dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und die CO2-Emissionen zu senken.

Um in den Genuss dieses Zuschusses zu kommen, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst einmal müssen die neuen Fenster die Anforderungen an den U-Wert und den g-Wert erfüllen, um als energetisch effizient eingestuft zu werden. Der U-Wert gibt Auskunft über den Wärmeverlust, der g-Wert gibt den solaren Energiegewinn an.

Wichtig: Der Förderbetrag variiert je nach Art der Maßnahme. Beispielsweise erhalten Sie für den Austausch von Fenstern in einem bestehenden Wohngebäude einen pauschalen Zuschuss pro Quadratmeter, wohingegen bei Maßnahmen in einem neu errichteten Gebäude ein prozentualer Zuschuss gewährt wird.

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Achtung: Die Antragstellung muss vor Beginn der Maßnahmen erfolgen. Nach Abschluss der Arbeiten müssen Sie die notwendigen Unterlagen einreichen, um die Fördermittel zu erhalten. Hierzu gehören unter anderem die Rechnungen der ausführenden Firma und eine Bestätigung über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen.

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KfW-Kredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung energieeffizienter Fenster dar. Der KfW-Kredit für energetische Sanierungsmaßnahmen ermöglicht es Hausbesitzern, zu günstigen Konditionen Darlehen für die Modernisierung ihres Gebäudes aufzunehmen. Die KfW eine Reihe von Kreditprogrammen an, die auf unterschiedliche energetische Standards abzielen.

Für den Fenstertausch ist insbesondere das Programm „Energieeffizient Sanieren“ relevant. Hierbei werden nicht nur die Kosten für neue Fenster berücksichtigt, sondern auch Ausgaben für damit verbundene Maßnahmen wie den fachgerechten Einbau und die Entsorgung der alten Fenster.

Um von diesem Förderprogramm zu profitieren, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem die Durchführung einer individuellen energetischen Fachplanung. Diese umfasst eine fachgerechte Analyse des Gebäudezustands sowie die Planung und Umsetzung geeigneter Sanierungsmaßnahmen.

Ein besonderer Vorteil des KfW-Kredits liegt in den vergleichsweise niedrigen Zinssätzen und den langen Laufzeiten, die eine budgetfreundliche Rückzahlung ermöglichen. Die KfW fördert damit nicht nur die energetische Sanierung, sie erleichtert auch die finanzielle Umsetzbarkeit für Immobilieneigentümer.

Steuerbonus für Sanierungskosten

Ein weiterer finanzieller Anreiz für den Fenstertausch besteht in der Möglichkeit, Sanierungskosten steuerlich geltend zu machen. Der Steuerbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen ist Teil des deutschen Einkommensteuergesetzes und ermöglicht es, einen Teil der Kosten für energetische Modernisierungen steuermindernd geltend zu machen.

Der Steuerbonus wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht. Hierbei können die Kosten für die energetische Sanierung als sogenannte Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Höhe des Steuervorteils ist abhängig von den individuellen Einkommensverhältnissen und dem daraus resultierenden Steuersatz.

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Es ist empfehlenswert, alle relevanten Belege und Rechnungen sorgfältig aufzubewahren und diese bei Bedarf dem Finanzamt vorzulegen. Eine genaue Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen und deren Kosten entscheiden darüber, ob diese ohne Probleme anerkannt werden.

Fazit

Der Einbau neuer Fenster steigert nicht nur den Wohnkomfort, er hat auch finanzielle Vorteile. BAFA-Zuschüsse, KfW-Kredite und Steuerboni bieten Eigentümern Möglichkeiten, die Kosten für energetische Fenstersanierungen zu reduzieren. Eine Kombination mehrerer Fördermittel ist oft möglich. Bevor Sie sich für eine bestimmte Fördermaßnahme entscheiden, sollten Sie sich ausführlich informieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen.

Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).