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Das Schlafzimmer ist zum Schlafen da. Aber nicht immer. Auch deshalb sollte eine stilvolle Beleuchtung sein.
Licht ist wichtig – eigentlich ist Licht sogar der Energielieferant schlechthin für den Menschen. Ohne Sonnenlicht würden viele natürliche Abläufe, die wir tagtäglich beobachten können oder deren Auswirkungen wir zumindest spüren, nicht funktionieren.
Das beste Beispiel dafür, wie wichtig das richtige Licht sein kann, ist die Photosynthese. Der Pflanzenstoffwechsel, wie dieser Prozess zuweilen auch gern genannt wird, funktioniert nur mit Sonnenlicht.
Photosynthese braucht Sonnenlicht
Ohne die Photosynthese und die damit verbundene „Umwandlung“ von CO2 in Sauerstoff als „Abfallprodukt“ der Natur wäre das Leben auf unserem Planeten kaum möglich. Denn eben diesen Sauerstoff in genau der richtigen Menge benötigen wir, damit die Luft für uns atembar und lebenserhaltend ist.
Es geht bei der richtigen Beleuchtung im Schlafzimmer natürlich nicht darum, Pflanzen Sauerstoff produzieren zu lassen. Dieses Beispiel zeigt trotzdem eindrucksvoll, wie wichtig das richtige Licht an der richtigen Stelle sein kann.
So kann Licht also viel mehr als nur eine positive Stimmung erzeugen. Die richtige Beleuchtung wirkt sich auf unser gesamtes Wohlbefinden aus. In einem Raum wie dem Schlafzimmer ist es daher besonders wichtig, bei der Einrichtung auf die passende Beleuchtung zu achten.
Schlafzimmer Beleuchtung – was gibt es zu beachten?
Sie haben ein Haus gekauft, eine neue Wohnung angemietet oder möchten aus einem anderen Grund Ihr Schlafzimmer neu einrichten. Dann ist das Mobiliar natürlich ein wichtiger Faktor für das persönliche Wohlbefinden. Noch wichtiger ist aber – gerade im Schlafzimmer – die richtige Beleuchtung. Dabei geht es um drei Faktoren:
- Die Lichtfarbe
- Die Helligkeit
- Die verschiedenen Lichtzonen
Wir wollen in der Folge einmal kurz erläutern, was damit gemeint ist und warum diese Punkte so wichtig sind.
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Die Lichtfarbe
Im Bereich der Lichtfarben unterscheidet man im Allgemeinen zwischen
- Warmweiß
- Neutralweiß
- Tageslichthell
Daneben gibt es natürlich noch diverse Abstufungen und farbige Leuchtmittel. Die Lichtfarbe wirkt sich erheblich auf die Optik des Raumes und damit auf Ihre persönliche Stimmung aus.
Warmweißes Licht gilt als besonders gemütlich. Der eher sanfte Lichtton kommt mit einer Farbtemperatur zwischen 2.700 und 3.300 Kelvin daher.
Neutralweiß hingegen bringt eher eine nüchterne und sachliche Stimmung mit sich. Hier wird oft von kaltem „Krankenhauslicht“ gesprochen. Neutralweiß ist eine Lichtfarbe, die sich im Farbtemperaturbereich zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin bewegt.
Tageslichtweiß ist von der Lichtfarbe her das natürlichste Licht. Dabei wird Tageslichtweiß in Deutschland als kühl und nüchtern empfunden. Als Tageslichtweiß wird Licht ab einer Farbtemperatur von 5.300 Kelvin aufwärts bezeichnet.
Nice to know
Während in Südeuropa Tageslichtweiß die bevorzugte Lichtfarbe ist, fühlen sich Mittel- und Nordeuropäer bei warmweißem Licht wohler. Das hat einen einfachen Hintergrund. Die Lichtfarbe wirkt sich auch auf das tatsächliche Temperaturempfinden der Menschen aus.
In einem Raum, der mit tageslichtweißem Licht beleuchtet wird, fühlt es sich (bei gleichen Temperaturen) kühler an als in einem Raum mit warmweißer Beleuchtung. Gerade in den Wintermonaten wird die gefühlte Temperatur im Innenbereich durch warmweiße Beleuchtung einfach wärmer.
Die Helligkeit
Die Helligkeit eines Leuchtmittels wird auf zwei Arten gemessen. Da wäre einmal die Maßeinheit Lumen und einmal die Maßeinheit Lux. Beide sagen etwas über die Helligkeit des Lichts aus, allerdings in verschiedenen Zusammenhängen.
Die Einheit Lumen sagt dabei aber nur bedingt etwas über die tatsächliche Helligkeit einer Lampe aus. Um hier eine abschließende Aussage zu treffen, brauchen Sie zusätzlich auch noch die Watt Zahl der Lampe. Denn die Lumen sagen letztlich aus, wie effektiv der Strom (also die Watt) in Licht umgewandelt wird. Daraus ergibt sich die Lichtausbeute, die in Lumen pro Watt berechnet wird.
Um eine gute Ausleuchtung des Schlafzimmers zu erreichen, sollten Sie hier für 140 Lumen pro Quadratmeter sorgen. Das heißt, Sie brauchen Lampen bzw. Leuchtmittel, die insgesamt im Raum ein Ergebnis von 140 Lumen/Quadratmeter erzielen können.
Während Lumen also die Gesamthelligkeit eines Leuchtmittels wiedergeben, sagt die Einheit Lux nur etwas über die direkte Abstrahlstärke auf der Fläche unmittelbar unter der Lampe aus. Für eine Lampe über dem Bett beispielsweise sollte der Lux-Wert nicht zu hoch sein.
Gut zu wissen
Besonders beliebt sind in Wohn- und Schlafzimmern dimmbare Lampen. Hier können Sie mit Hilfe des Dimmers sowohl die Helligkeit als auch die Lichtfarbe stark beeinflussen. Als Allgemeinbeleuchtung wird im Schlafzimmer tatsächlich von den meisten Menschen ein eher sanftes Schummerlicht bevorzugt. Deshalb greifen hier viele gern zum Dimmer – immerhin haben sie dann die Möglichkeit, das Licht bei Bedarf auch mal etwas heller zu drehen.
Die verschiedenen Lichtzonen
Jeder Raum hat seine Bereiche, in denen es sinnvoll sein kann, verschiedene Lichtzonen einzurichten. Das trifft auch auf das Schlafzimmer zu. So sollte es hier eine allgemeine Lichtzone geben, die den ganzen Raum betrifft. Das Hauptleuchtmittel für die Schlafzimmer Beleuchtung kommt im Idealfall warmweiß mit einer eher geringen Helligkeit und einem niedrigen Kelvinwert daher.
Sie haben einen Schminktisch und/oder einen etwas abgesonderten Ankleidebereich? Hier benötigen Sie auf jeden Fall mehr Licht, denn Sie möchten Ihre Kleidung und vor allem Ihr Gesicht im Spiegel so sehen, wie man diese auch bei Tageslicht sehen würde.
Aus diesem Grund sind für diese Bereiche Lampen mit tageslichtweißem Licht und einem eher hohen Lux-Wert zu empfehlen. So haben Sie einen hellen Ausschnitt direkt unter den Lampen, wobei der Rest des Raums eher bedingt beleuchtet wird.
Wenn Sie abends im Bett gern noch etwas lesen, brauchen Sie auch eine entsprechende Leselampe. Hier empfiehlt sich am ehesten neutralweißes Licht, das Sie bei Bedarf entsprechend zuschalten können.
Abgerundet wird die Beleuchtung im Schlafzimmer durch eine angenehme indirekte Beleuchtung. Diese kann beispielsweise durch LED-Streifen als indirekte Beleuchtung unter dem Bett oder auf dem Schrank erzielt werden.
Das richtige Leuchtmittel für das Schlafzimmer
Bei der Lichtplanung im Haus stellt sich natürlich auch die Frage, welche Leuchtmittel für das Schlafzimmer besonders angebracht sind. Im Idealfall verbauen Sie hier LED-Leuchtmittel. Ob als LED-Streifen – beispielsweise für die indirekte Beleuchtung – als LED-Spots über dem Kleiderschrank oder als einfache LED-Leuchtmittel in der Deckenlampe. LEDs sind nicht nur sparsam im Verbrauch, sie sind auch in den unterschiedlichsten Lichtfarben erhältlich und dazu noch sehr langlebig.
Smart Home für das Schlafzimmer
Wer es besonders komfortabel haben möchte, greift direkt auf Smart-Home-fähige Leuchtmittel zurück. Diese Leuchtmittel bauen eine WLAN-Verbindung zu einem entsprechenden Smart Home Gerät auf und lassen sich darüber mit der Stimme oder einer entsprechenden App steuern. So können Sie aus Ihrem Bett allein mit Ihrem Handy oder Ihrer Stimme alle Leuchtmitteln im Raum – oder je nach Einstellung auch im ganzen Haus – ein- oder ausschalten.
Fazit
Die richtige Wahl der Leuchtmittel für die Schlafzimmer Beleuchtung kann Auswirkungen auf Ihr Schlafverhalten und damit auch auf Ihre Gesundheit und Ihre Stimmung haben. Sorgen Sie vor allem dafür, dass Sie sich in Ihrem Schlafzimmer wohlfühlen – das funktioniert für die meisten Deutschen am ehesten mit überwiegend warmweißem, dimmbarem Licht.
Foto: Picsuite via Envato
