Abwasserrohr verlegen – so geht’s

Abwasserrohre sind für die Bewohner eines Hauses meist unsichtbar, da sie in Wänden, Decken und dem Erdreich verlegt werden. Sie folgen einem festen System.

Und obwohl die Rohre nur Abwasser in die Kanalisation transportieren sollen, gibt es Regeln und Vorschriften, die es zu befolgen gilt, um einen sicheren Abfluss des Schmutzwassers zu gewährleisten. Wenn Sie ein Abwasserrohr selbst verlegen möchten, sollten Sie die folgenden Hinweise beachten und nach unserer Anleitung arbeiten.

Hausanschlussleitung im Abwassersystem

Die Hausanschluss- oder auch Grundleitung wird unterhalb des Hauses im Erdreich verlegt und direkt an den Kanal, der im Straßenbereich liegt, angeschlossen. Früher wurde hier mit sogenanntem KG-Rohr gearbeitet. Heute wird die Grundleitung für Abwassersysteme ausschließlich mit PE-Rohr gebaut. PE-Rohre (Polyethylen) sind wesentlich widerstandsfähiger und haltbarer als KG-Rohre. Die Grundleitung wird im Normalfall mit einem Durchmesser von 125 mm dimensioniert und muss mit einer Reinigungsklappe ausgestattet sein. Weitere Tipps zur richtigen Größe erhalten Sie weiter unten.

Steigleitungen mit Entlüftung im Abwassersystem

Im Bereich des Hauses wird die Hausanschlussleitung dann mehrfach verzweigt und so hoch geführt, dass die Anschlüsse bis kurz über den Estrich im Haus reichen. Innerhalb des Hauses kann natürlich auch weiter mit PE-Rohr gearbeitet werden. Die meisten Leute verwenden aus Kostengründen aber HT-Rohr, ebenfalls ein Kunststoff, dessen Hauptvorteil die Hitzebeständigkeit ist. Innerhalb des Hauses wird mit Steigleitungen in der Dimension 100 mm gearbeitet, die in den Ecken der Wände entweder eingemauert oder in Kästen versteckt werden können. Die Steigleitungen reichen bis in das Dachgeschoss, wo sie letztendlich dem Zweck der Entlüftung dienen.

In Räumen, wo nun Abwassersysteme erforderlich sind, wird ein Abzweig in die Steigleitung eingesetzt und unter Berücksichtigung eines leichten Gefälles zum Abzweig hin werden die Rohre an die Verbraucherstellen herangeführt und später bei der Fertigmontage angeschlossen. Dabei werden die Abwassersysteme für Waschbecken, Dusche und Spüle nur noch mit 50 mm Durchmesser verbaut. Für Urinale sind sogar nur 40 mm erforderlich.

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  • Passt an HT-Rohre (DIN-EN 1451-1), KG-Rohre (DIN-EN 1401-1). Heißwasser (90°C) geeignet. Geprüftes Brandverhalten nach DIN 4101 B2 Farbe: staubgrau RAL 7037. Die Dichtungen entsprechen der DIN-EN 681, EPDM. Anwendung im Haus-Innenbereich.
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  • Anschlußseite 1: Anschluss für das Rohr in das die Reduzierung gesteckt wird mit Dichtung. Anschlußseite 2: Ein Anschlag und innen eine reduzierte Muffe für das Spitzende des Rohres welches reduziert wird. Die Flussrichtung ist immer vom Spitzende des einen Teils zur Muffe des anderen Teils und immer von kleinem Durchmesser zum großen Durchmesser. Es wird also immer gegen die Flussrichtung reduziert.
  • Die Nennweiten DN können bei verschiedenen Anbietern oder Baumärkten unterschiedlich heißen, aber es handelt sich trotzdem immer um die selben Maße bzw. selben Außendurchmesser bzw. das selbe Rohr- oder Formteil: DN75 = DN70 (alte Bezeichnung) tatsächlicher Außendurchmesser Rohr jeweils 75mm | DN110 = DN100 (alte Bezeichnung) tatsächlicher Außendurchmesser Rohr jeweils 110mm | DN160 = DN150 (alte Bezeichnung) tatsächlicher Außendurchmesser Rohr jeweils 160mm.
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  • Das angebotene HT-Innenentwässerungssystem entspricht den z.Zt. geltenden Bauvorschriften.

Abwasserrohre – die richtige Größe

Um die richtige Größe für den Austausch von Abwasserrohren zu ermitteln, gibt es einige Schritte, die befolgt werden sollten:

  • Messen Sie den Durchmesser des vorhandenen Abwasserrohrs an der breitesten Stelle. Es ist wichtig, diese Messung genau durchzuführen, um sicherzustellen, dass das neue Rohr passt.
  • Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des neuen Rohrdurchmessers den Wasserfluss, der durch das Rohr fließt. Je größer der Durchmesser des Rohrs, desto mehr Wasser kann durchfließen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die örtlichen Bauvorschriften überprüfen, um sicherzustellen, dass das neue Rohr den geltenden Normen entspricht.
  • Berücksichtigen Sie, welcher Art von Abwasser das Rohr ausgesetzt sein wird. Wenn es sich um Abwasser mit hohem Volumen oder hohem Druck handelt, kann es erforderlich sein, ein Rohr mit einem größeren Durchmesser zu wählen.
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Wenn Sie unsicher sind oder Schwierigkeiten haben, die richtige Rohrgröße zu bestimmen, sollten Sie einen Fachmann konsultieren, der in der Lage ist, Sie bei der Auswahl des richtigen Rohrs zu beraten. Bei umfangreicheren Projekten kann sich auch eine Baubegleitung durchaus lohnen.

Abwasserrohr verlegen – Schritt für Schritt

Nachfolgend beschreiben wir die Verlegung von Abwasserrohren exemplarisch anhand verschiedener Ausgangssituationen:

Abwasserrohr verlegen in der Wand

  • Planen Sie die Abmessungen und die Position des Rohrs genau, bevor Sie beginnen. Berücksichtigen Sie auch die örtlichen Bauvorschriften und sicherheitsrelevanten Vorschriften.
  • Schalten Sie anschließend das Wasser und die Stromversorgung im betreffenden Bereich aus. Entfernen Sie die Verkleidung, um Zugang zur Wand zu erhalten. Halten Sie alle notwendigen Werkzeuge und Materialien bereit.
  • Verwenden Sie eine Wasserwaage, um die Position des Rohrs an der Wand zu markieren. Mit einem passenden Bohrer wird anschließend ein Loch für das Rohr in die Wand gebohrt.
  • Führen Sie das Rohr durch das Loch und positionieren Sie es in der Wand. Befestigen Sie das Rohr sicher an der Wand, damit es nicht unbeabsichtigt bewegt werden kann.
  • Verwenden Sie die entsprechenden Anschlüsse, um die Enden des Rohrs an das Sanitärsystem anzuschließen.
  • Schalten Sie das Wasser wieder ein und testen Sie das System. Überprüfen Sie auf Lecks und prüfen Sie auch, ob es keine unerwünschten Geräusche gibt.

Abwasserrohr verlegen im Fußboden

  • Zunächst müssen Sie den Verlauf des Abwasserrohrs richtig planen, um sicherzustellen, damit dieses nach dem Verlegen ordnungsgemäß funktioniert und alle Anforderungen erfüllt. Holen Sie alle notwendigen Genehmigungen ein, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
  • Markieren Sie die Stelle, an der das Abwasserrohr im Fußboden verlaufen soll, und schneiden Sie dann mit einem Hammer und Meißel eine Aussparung in den Fußboden.
  • Schneiden Sie das Abwasserrohr auf die benötigte Länge und passen Sie es an die Aussparung im Fußboden an.
  • Verbinden Sie das Abwasserrohr mit einem passenden Bogen und befestigen Sie es mit Rohrschellen.
  • Überprüfen Sie die Dichtigkeit des Abwasserrohrs, indem Sie Wasser in das System laufen lassen und auf Lecks oder Tropfenbildung achten.
  • Abschließend können Sie die Aussparung im Fußboden mit passendem Material verkleiden, um das Abwasserrohr zu verdecken.
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  • Dank des großen Erfolgs am Markt hat der Hersteller nun das Standard-HT auslaufen lassen und wird nun durch das natürlich abwärtskompatible HT Safe-System ersetzt.
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  • HT-Rohr bedeutet Hochtemperatur-beständiges Rohr. Dieses Rohr (meist in grauer Farbe) kommt wegen der Beständigkeit gegen heisses Abgusswasser (keine Verformung oder Entgasung) und wegen der Formteilevielfalt im Innenbereich von Gebäuden zum Einsatz
  • DN ist die Nennweite (Nenndurchmesser) bzw. Außendurchmesser des Rohres oder Formstückes, was in die Muffe gesteckt wird. Das tatsächlich gemessene Maß in Millimeter kann aber in der Praxis abweichen. Die Materialstärke beträgt 1,8mm (DN 32) bis 3,8mm (DN 160).
  • Für alle drucklosen Abwasserleitungen nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100 geeignet. Farbe: grau Dadurch gut von anderen Leitungen unterscheidbar. Anwendung: Entwässerung innerhalb von Gebäuden als Schmutzwasserleitung, Regenwasserleitung, Lüftungsleitung (siehe auch Einsatzbereiche: DIN 1986-4).
  • Beim verlegen der Rohre und Formteile ist zu beachten, dass sich das Abwasser nicht staut, oder sich feste Teile ansammeln können und das Rohrsystem dadurch verstopft. Ein Mindestgefälle von 2 cm pro Meter ist vorgeschrieben. HT-Abzweige und andere Formteile sind daher mit einem maximalen Winkel von 87 Grad (3 Grad Gefälle) zum Hauptrohr ausgestattet.
  • Der Durchmesser des HT Abflussrohrystems sollte weder zu klein noch zu groß gewählt werden. Zu große Durchmesser vermindern ausreichende Schwimmtiefe der Feststoffe. Ablagerungen und Verstopfungen könnten die Folge sein. Zu kleine Rohrdurchmesser bringen die Gefahr, dass sich das Rohr vollständig füllt. Durch den sich ergebende Luftabschluss kann der Geruchsverschluss abgesaugt werden. Gerüche aus den Fallleitungen könnten aus dem Abfluss bis in Wohnräume aufsteigen.

Abwasserrohr verlegen im Erdreich

  • Auch hier müssen Sie zunächst den Verlauf des Abwasserrohrs planen und alle notwendigen Genehmigungen einholen.
  • Heben Sie einen Graben entlang des geplanten Verlaufs des Abwasserrohrs aus. Der Graben muss tief genug sein, um das Rohr vollständig zu bedecken und eine ausreichende Neigung für den Abfluss zu gewährleisten.
  • Schneiden Sie das Abwasserrohr auf die benötigte Länge und passen Sie es an den Graben an.
  • Verbinden Sie das Abwasserrohr mit einem passenden Bogen und befestigen Sie es mit Rohrschellen.
  • Überprüfen Sie die Dichtigkeit des Abwasserrohrs.
  • Füllen Sie den Graben mit Erde und verdichten Sie diese, damit das Abwasserrohr sicher und stabil verlegt ist.
  • Markieren Sie die Stelle, an der das Abwasserrohr verläuft (z. B. in den Grundstücksplänen). So ist es leicht zu finden, falls zukünftige Wartungsarbeiten notwendig werden.
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Fazit

Das korrekte Verlegen von Abwasserrohren erfordert einige Fachkenntnis und passende Werkzeuge. Wer sich dies nicht zutraut, der wendet sich besser an einen Fachmann, da spätere Anpassungen sehr aufwendig und teuer sind.

 

Bild: © anela47 / stock adobe

Hajo Simons
Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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