Asbest gefahrlos entsorgen

Mittlerweile ist bekannt, dass der Umgang mit Asbest einige Gefahren mit sich bringt. Deshalb stellt sich die Frage, wie sich Asbest gefahrlos entsorgen lÀsst.

Der Werkstoff Asbest ist zwar elastisch, zugfest und vor allen Dingen nicht brennbar. Deshalb wurde er frĂŒher vielfach genutzt. Eine Verarbeitung erfolgte beispielsweise fĂŒr Fassaden oder Dachplatten und noch einiges mehr. Allerdings wurde bekannt, dass Asbest gesundheitsgefĂ€hrdend ist, da er Krebs auslösen kann.

Seit dem Jahr 2005 darf Asbest innerhalb der gesamten EU nicht mehr zur Verwendung kommen. Der Stoff beinhaltet sehr feine Fasern, diese können beim Einatmen sogar Lungenkrebs verursachen. Aufgrund dieser speziellen Eigenschaft muss Asbest entsorgt werden, was im Vorfeld einiger Vorkehrungen bedarf.

Vorschriften zur Asbest Entsorgung

Um sĂ€mtliche Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, sollte man zwecks Entsorgung  von Asbest eine Fachfirma beauftragen. Diese muss allerdings wiederum ĂŒber eine behördliche Zulassung verfĂŒgen. Die Kosten der Entsorgung sind pauschal nicht zu ermitteln, da unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Ist Asbest zum Beispiel von einem Dach zu entfernen, sind diese Kriterien zu beachten:

  • Kosten fĂŒr Anfahrt
  • GerĂŒstmiete
  • Arbeitsstunden
  • Verpackungskosten fĂŒr asbesthaltige Materialien
  • Kosten fĂŒr Entsorgung

SĂ€mtliche Kosten hĂ€ngen vom jeweiligen Anbieter ab. FĂŒr Verbraucher ist es sinnvoll, bei mehreren Firmen einen Kostenvoranschlag einzuholen, um den gĂŒnstigsten Anbieter zu ermitteln. Die GrĂ¶ĂŸe des Projektes, die Region und weitere Faktoren spielen hierbei eine nicht untergeordnete Rolle.

Darf Asbest privat entsorgt werden?

In den vergangenen Jahren ist das eigenstĂ€ndige Renovieren von Immobilien durch Hobbyheimwerkern immer beliebter geworden. Das bringt vielen nicht nur einen gewissen Spaß an der Sache, sondern kann im besten Fall mehr oder weniger hohe Kosten einsparen. Zugleich sind – auch wegen des FachkrĂ€ftemangels – die Kosten fĂŒr eine Asbestentsorgung, wie auch in anderen Bereichen, in die Höhe geschnellt.

Das wiederum hat zur Folge, dass Kunden nicht selten monatelang auf einen Fachmann warten mĂŒssen. Dieser Aspekt und natĂŒrlich die Kosten fĂŒhren dazu, dass viele ImmobilieneigentĂŒmer Asbest selber entsorgen möchten. Hierbei mĂŒssen sich HĂ€uslebauer jedoch die Frage stellen, um welche Art von asbesthaltigen Materialien es sich handelt. Zum Beispiel dĂŒrfen schwach gebundene Asbestprodukte auf gar keinen Fall privat entsorgt werden. Dies betrifft vor allem Stoffe, die sehr leicht Asbestfasern abgeben, da eine große Gefahr davon ausgeht. Diese Arbeiten dĂŒrfen nur zugelassene Fachbetriebe ausfĂŒhren!

Anders ist es bei Produkten, in denen der Stoff Asbest fest gebunden ist. Hierzu gehört beispielsweise Wellasbest, der zur Entsorgung bereit steht. Allerdings gelten fĂŒr Privatleute die gleichen Vorschriften, die auch Fachbetriebe einzuhalten haben.

Wann ist eine Asbestsanierung nötig?

Nicht immer ist eine Asbestsanierung angeraten, denn zuerst sollten sich Hausbesitzer die Frage stellen, in welche Form Asbest im GebĂ€ude verbaut wurde. Ist Asbest in schwach gebundener oder reiner Form vorhanden, ist eine Sanierung unumgĂ€nglich, sollte jedoch, wenn möglich, immer von einer Fachfirma ausgefĂŒhrt werden.

Die Kosten einer Sanierung können je nach Firma und Aufwand enorm schwanken. Zur Berechnung stehen folgende Kosten:

  • geschultes Personal
  • spezielle und luftdicht zu verschließende BehĂ€lter
  • Annahmepreise der regionalen Entsorgungsunternehmen

In der Regel ĂŒbernehmen zertifizierte Dachdeckerfirmen die AuftrĂ€ge zur Asbestsanierung- und gleichzeitiger Entsorgung. Diejenigen, die sich im Vorfeld fĂŒr eine Firma entscheiden, sollten sich einen Nachweis ĂŒber die Zertifizierung zur Asbestentsorgung sowie einen Kostenvoranschlag vorlegen lassen.

Asbest privat entsorgen

Personen, die ihren Asbest privat entsorgen möchten, mĂŒssen diverse Regeln beachten, denn die Baustoffe dĂŒrfen auf keinen Fall zerbrochen oder zersĂ€gt werden. Asbestfasern könnten sich schlimmstenfalls lösen, darum ist immer Schutzkleidung zu tragen.

Weiterhin hilft ein Industriestaubsauger der Klasse H (muss ĂŒber eine spezielle Asbestzulassung verfĂŒgen), eventuellen Staub zu entfernen. Können die Platten nicht sofort zur Entsorgung kommen, ist eine korrekte Zwischenlagerung vorgeschrieben. Hierzu ist das entsprechende Material so zu verpacken, dass keine Fasern austreten können. Zudem muss beachtet werden, dass Platten oder zum Beispiel Dachrinnen nach der Entfernung gereinigt und gespĂŒlt werden mĂŒssen.

Asbest einwandfrei zu entsorgen ist fĂŒr Privatleute eine Herausforderung, denn einiges kann dabei schief gehen. Laien sind sich oftmals nicht im Klaren, welche Sicherheitsmaßnahmen tatsĂ€chlich einzuhalten sind. Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Fachmann hinzuziehen, selbst wenn höhere Kosten entstehen.

Kosten fĂŒr private Asbest Entsorgung

Die Kosten fĂŒr eine private Asbest Entsorgung fangen mit der Beschaffung sogenannter Big Bags an. Die BehĂ€ltnisse lassen sich so verschließen, dass Asbestfasern nicht austreten können. Je nach GrĂ¶ĂŸe der SĂ€cke kann mit Kosten zwischen 10 bis 30 Euro gerechnet werden. Allerdings mĂŒssen Privatleute auf eine bestimmte Höchstmenge achten, diese ist jedoch von Deponie zu Deponie unterschiedlich und im Vorfeld zu erfahren.

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Die Kosten fĂŒr zum Beispiel Wellplatten variieren je nachdem, wo eine Ablieferung erfolgt. In der Regel schlĂ€gt dieses mit einem Betrag von 10 Euro zu Buche. Bei grĂ¶ĂŸeren Mengen steigen die Preise natĂŒrlich entsprechend. FĂŒr eine Tonne werden in der Regel ab 130 Euro aufwĂ€rts verlangt.

Mit diesen Kosten ist zu rechnen ist bei der Asbestentsorgung zu rechnen

Galten in frĂŒheren Jahren asbesthaltige Baumaterialien gleichsam als Wundermittel, die universell eingesetzt werden konnten, ist Asbest heute nicht nur verpönt, sondern sogar seit einigen Jahren verboten. Der Werkstoff darf nur von zertifizierten Firmen entsorgt werden, die ĂŒber einen Sachkundenachweis gemĂ€ĂŸ TRGS 519 verfĂŒgen.

Privatleute können sich bei den entsprechenden GewerbeaufsichtsĂ€mtern erkundigen, welche Firmen in der jeweiligen Region in Frage kommen. Zudem gibt auch der Gesamtverband Schafstoffsanierung gern Auskunft darĂŒber.

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Des Weiteren handelt es sich bei Asbest um SondermĂŒll, der nur entsprechend fachgerecht verpackt zur Deponie darf. Hierbei rechnen Abfallwirtschaftsbetriebe nach Kubikmetern oder kiloweise ab. Die Kosten differieren wiederum je nach Region. In einigen Gemeinden allerdings ist eine Entsorgung einer begrenzten Freimenge fĂŒr Privathaushalte sogar kostenlos.

Wer sein GebĂ€ude von Asbest befreien möchte, sollte nicht nur GerĂŒstmiete, An – und Abfahrten, Ausbau und Entsorgung mitberechnen, sondern auch Folien und Verpackungen der Fachfirma. Hinzu kommen Kosten fĂŒr neues Material, welches anstelle des asbestverseuchten zum Einbau kommt. Unter BerĂŒcksichtigung sĂ€mtlicher Faktoren kann mit BetrĂ€gen von mehreren tausend Euro gerechnet werden. Mieter brauchen sich hierzu keine Gedanken zu machen, denn sĂ€mtliche Ausgaben sind vom Vermieter zu tragen.

Welche Strafen erfolgen bei nicht fachgerechter Entsorgung von Asbest?

Zum Schutz der Umwelt sind immer höhere Strafen zu zahlen, zudem muss jeder UmweltsĂŒnder mit entsprechenden Sanktionen rechnen, sofern er ermittelt wird. Diese variieren wiederum je nach Bundesland und nach der Schwere des Verstoßes.

Asbest gehört den krebserregenden Stoffen an und wie bereits erwÀhnt, gelten spezielle Regeln. Laut § 326 Strafgesetzbuch (StGB) gehören das Sammeln, Befördern sowie eine Lagerung und Beseitigung von Asbest zu einer Straftat, die entsprechend geahndet wird. Es kommt nicht nur eine Geldstrafe in Betracht, sondern im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.

 

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