Heizungsrohre verlegen – Schritt für Schritt

Das Verlegen von Heizungsrohren ist ein wichtiger Bestandteil beim Bau oder bei der Renovierung eines Hauses. Die Heizungsrohre transportieren das Heizungswasser von der Heizung zu den Heizkörpern und ermöglichen so eine angenehme Wärme im ganzen Haus. Das korrekte Verlegen von Heizungsrohren erfordert eine sorgfältige Planung und die richtige Wahl des Materials, damit die gesamte Heizungsanlage so effizient wie möglich arbeiten kann und entsprechend langlebig ist.

Wer sich selbst als versierten Heimwerker sieht, der kann Heizungsrohre auch selbst verlegen. In diesem Ratgeber beschreiben wir die einzelnen Schritte zur Planung und Durchführung des Verlegens von Heizungsrohren im Detail.

Heizungsrohre verlegen – die Planung

Bevor mit dem Verlegen der Heizungsrohre begonnen werden kann, ist es wichtig, eine detaillierte Planung durchzuführen. Hierzu gehören die Festlegung des Verlaufs der Rohre, die Positionierung der Heizkörper und die Wahl der passenden Rohrdurchmesser.

Bei der Planung des Verlaufs der Rohre sollte darauf geachtet werden, dass die Rohre möglichst gerade und ohne unnötige Kurven verlegt werden, um den Widerstand im Rohrsystem zu minimieren. Auch die Positionierung der Heizkörper spielt eine wichtige Rolle bei der Planung, da diese einen entscheidenden Einfluss auf die Wärmeverteilung im Raum hat. Der optimale Durchmesser von Heizungsrohren hängt von der Größe der Heizungsanlage und der benötigten Heizleistung ab. In der Regel werden Rohre mit einem Durchmesser von 15 – 22 mm verwendet. Je größer die Heizungsanlage und je höher die benötigte Heizleistung, desto größer sollte der Rohrdurchmesser gewählt werden.

Für eine optimale Energieeffizienz der gesamten Heizungsanlage sollte außerdem unbedingt an die Isolierung der Heizungsrohre gedacht werden.

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Das richtige Material für Heizungsrohre

Für Heizungsrohre werden in der Regel Kunststoff-, Kupfer- oder Stahlrohre in den o. g. Größen verwendet. Kunststoffrohre haben den Vorteil, dass sie leicht und einfach zu verarbeiten sind. Kupferrohre sind sehr robust und langlebig, allerdings auch teurer als Kunststoffrohre. Stahlrohre werden heute kaum noch verwendet, da sie aufgrund ihrer Rostanfälligkeit nicht sehr langlebig sind.

Bei der Wahl des Rohrdurchmessers sollte darauf geachtet werden, dass dieser zur Größe der Heizungsanlage passt. Zu kleine Rohre können zu einem zu hohen Druckverlust führen und die Effizienz der Heizungsanlage beeinträchtigen.

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Heizungsrohre verlegen – diese Werkzeuge werden benötigt

Das Verlegen von Heizungsrohren erfordert einige spezielle Werkzeuge und Materialien. In der folgenden Liste finden Sie die grundlegenden Werkzeuge – der Umfang variiert allerdings je nach Art und Umfang der verbauten Heizungsanlage.

  • Ein Rohrschneider wird verwendet, um Rohre auf die gewünschte Länge zu schneiden. Es gibt verschiedene Arten von Rohrschneidern, sowohl als Hand- als auch in Form von Elektrowerkzeugen.
  • Einen Rohrbieger benötigt man, um Rohre in die gewünschte Form zu biegen. Es gibt manuelle und elektrische Rohrbieger im Fachhandel zu kaufen.
  • Ein Lötkolben ist notwendig, um die Rohrverbindungen zu löten. Sie benötigen zudem ausreichend Lötdraht, um die Verbindung herzustellen.
  • Verwenden Sie einen Entgrater, um Grate und scharfe Kanten von den Rohrenden zu entfernen. So kann eine saubere und glatte Oberfläche für die Verbindung geschaffen werden.
  • Sie benötigen mehrere Schraubenschlüssel und Zangen, um Rohre und Fittings zu fixieren und zu verbinden.
  • Wasserwaage und Maßband sind als Messwerkzeuge notwendig, damit überprüft werden kann, ob die Rohre gerade und gleichmäßig installiert sind.
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Neben diesen Werkzeugen benötigen Sie die richtige Art und Menge an Rohren und Fittings für die Heizungsinstallation. Die Art und Menge hängt von der Größe und Art der Heizungsanlage ab, die zu installieren ist.

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Heizungsrohre verlegen – Schritt für Schritt

1. Rohre vorbereiten

Die Rohre sollten auf die richtige Länge zugeschnitten und die Enden entgratet werden.

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2. Wanddurchbrüche erstellen

An den Stellen, an denen die Rohre durch die Wand geführt werden müssen, sollten Wanddurchbrüche erstellt werden.

3. Rohre befestigen

Die Rohre sollten mit speziellen Rohrschellen oder Rohrbügeln an der Wand befestigt werden, um ein Verrutschen zu verhindern.

4. Rohre verlegen

Die Rohre können nun entlang der geplanten Strecke verlegt werden. Dabei sollten sie möglichst gerade und ohne unnötige Kurven verlegt werden, um den Widerstand im Rohrsystem zu minimieren. Anschließend werden die Rohre mithilfe von Fittings verbunden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Verbindungen dicht sind, um ein Austreten von Wasser zu verhindern.

5. Heizkörper anschließen und befüllen

Die Heizkörper können jetzt an die Rohre angeschlossen werden. Achten Sie darauf, dass alle Anschlüsse dicht sind und dass die Heizkörper richtig positioniert wurden. Nach dem Anschließen der Heizkörper sollte die Heizungsanlage mit Wasser befüllt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die gesamte Luft aus dem System entweicht, um ein effizientes Heizen zu ermöglichen.

Fazit

Das fachlich korrekte Verlegen von Heizungsrohren erfordert eine sorgfältige Planung und die Wahl des richtigen Materials. Kunststoff-, Kupfer- oder Stahlrohre können je nach Bedarf verwendet werden, wobei der Durchmesser der Rohre zur Größe der Heizungsanlage passen muss. Beim Verlegen der Rohre ist darauf zu achten, dass sie möglichst gerade und ohne unnötige Kurven verlegt werden. Die Verbindungen zwischen den Rohren müssen unbedingt dicht sein, um ein Austreten von Wasser zu verhindern. Wer sich diese fachlich recht anspruchsvollen Arbeiten nicht selbst zutraut, sollte sich besser an einen professionellen Installateur bzw. Heizungsbauer wenden.

 

Bild: © sveta / stock adobe

Hajo Simons
Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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