Sicherheit auf Treppen gewährleisten durch smarte Ausleuchtung und Zubehör

Das Risiko für Unfälle auf Treppen jeglicher Art wird von uns Menschen sehr oft unterschätzt. Durch Stürze auf ungesicherten Treppen können sich schwerwiegende Verletzungen ergeben, die sogar dauerhaft zu Einschränkungen führen können.

Das Unfallrisiko lässt sich jedoch nicht komplett beseitigen. Allerdings lassen sich Treppen heutzutage auf unterschiedliche Art bequem und einfach absichern. So ist beispielsweise eine geschickt installierte Beleuchtung der Stufen ein bewährtes Mittel, um erfolgreich Stürze zu reduzieren.

Sicherheit und Design perfekt kombiniert

Treppenstufen lassen sich durch eine geschickt installierte Beleuchtung in ihren Abmessungen wesentlich besser erkennen und abschätzen. Mit einer modernen Ausleuchtung lassen sich Treppen jeder Art zudem optisch hervorheben und architektonisch perfekt in Szene setzen. Mittels effektvoller Installation einer Beleuchtung einzelner Stufen können selbst simple Treppenkonstruktionen als elegantes Design-Element in den Wohnbereich integriert werden.

Mehr Sicherheit durch Treppenbeleuchtung ist das primäre Ziel einer Treppenbeleuchtung für sämtliche Bewohner. Gleichzeitig lässt sich die Architektur mit punktueller Ausleuchtung klar definieren.

Wie sieht eine optimale Treppenbeleuchtung aus?

Bei der Ausleuchtung von Treppenstufen sollte stets ein Mittelmaß an Helligkeit angestrebt werden, sodass weder zu dunkle noch zu helle Bereiche die Wahrnehmung auf Stufen reduzieren. Das Licht auf Treppen darf zudem nicht blenden, allerdings auch keine verwirrenden Schatten erzeugen.

Wichtig ist, dass jede Treppenstufe in ihren Abmessungen (Breite, Tiefe) deutlich erkennbar ist. Dadurch fällt es Nutzern wesentlich einfacher, mit sicherem Schritt über eine Treppe zu gehen. Deutlich abgegrenzt müssen ebenfalls die erste und letzte Stufe der Treppe sein. Um Treppen gut zu beleuchten, kann die Grundbeleuchtung oder die Raumbeleuchtung des direkten Umfeldes mit genutzt werden. Sinnvoll ist allerdings für die Sicherheit der Bewohner, wenn Stufen durch Orientierungs- und Markierungslicht klar strukturiert werden.

Wie lassen sich Treppenstufen optimal erkennbar machen?

Durch die geschickte Kombination von Beleuchtung und natürlichen Schattierungen lassen sich Treppen optisch perfekt aufteilen. Werden Treppenstufen beispielsweise von oben herab beleuchtet, bilden sich innerhalb der Ecken Schatten. Dadurch werden die Stufenkanten gut sichtbar. Eine andere Möglichkeit, um Treppenstufen an ihren Kanten sicherer zu gestalten, sind Leisten. Diese erhöhen die Stufenkante und wirken daher fast wie eine Bremse für die Nutzer der Treppe.

Treppen sollten unbedingt durch direkte Lichtquellen erhellt werden. Handelt es sich jedoch eher um eine diffuse Beleuchtung, die durch Reflexionen anderer Oberflächen auf die einzelnen Stufen fällt, werden diese eher verschwommen wahrgenommen.

Punktuelle, direkte Ausleuchtung strukturiert Treppenstufen

Diese Art undeutliche Wahrnehmung lässt sich anhand einer unifarbenen Außentreppe visualisieren. Ist der Tag bewölkt, fällt das sogenannte diffuse Licht auf die Stufen. Dadurch werden Schatten stark verringert, sodass sich in einem unaufmerksamen Augenblick die Abgrenzungen der Stufen nicht klar erkennen lassen. Im schlimmsten Fall wirkt die Treppe optisch wie eine durchgehende Rampe.

Zur eindeutigen Wahrnehmung einzelner Treppenstufen ist daher eine blendfreie und direkte Beleuchtung zwingend notwendig. Die erzeugten Schatten sorgen für Definition und somit für mehr Sicherheit.

Stürze durch einen Handlauf  oder ein Geländer verhindern

Um Treppen für Nutzer abzusichern, legt die DIN 18065 fest, dass mindestens einseitig die Montage eines griffsicheren und stabilen Handlaufes nötig ist. Dessen Höhe sollte dabei 80 Zentimeter bis 115 Zentimeter betragen. Der Abstand zur Wand, an der der Handlauf befestigt ist, oder einem anderen Konstruktionselement, muss bei mindestens 5 Zentimetern liegen. Unterbrechungen des Geländers, die unter 20 Zentimeter liegen, sind zulässig.

Richtlinien für den Handlauf kurz zusammengefasst:

*  der Querschnitt sollte bei einem Durchmesser zwischen 40 und 60 Millimeter liegen

*  Handläufe sollen stets 30 Zentimeter über den Beginn und das Ende der Treppen weitergeführt werden

*  das Geländer ist idealerweise durchlaufend, wird also auch bei Fenstern und Podesten/Absätzen weitergeführt

* der Handlauf sollte zur Wandfarbe deutlichen Kontrast aufweisen, um sicher erkannt zu werden

* die Halterungen sind unterhalb des Geländers anzubringen

* das Ende und der Beginn des Handlaufes müssen gut erkennbar wie auch gesichert sein.

Treppenschutzgitter geschickt in jeden Einrichtungsstil integrieren

Treppen können in Gebäuden besonders für Babys und Kleinkinder zu einer großen Gefahr werden. Daher ist es zwingend notwendig, dass eine entsprechende Absicherung wie beispielsweise ein Treppenschutzgitter montiert wird. Diese Sicherung ist in unterschiedlichen Höhen, Breiten und Materialien erhältlich, damit sie sich in die vorhandene Einrichtung einfach integrieren lässt. Schutzgitter für Treppen lassen sich meistens flexibler installieren, als es bei ähnlichen Vorrichtungen wie Türgittern möglich ist.

Treppenschutzgitter sind in etlichen Ausführungen wie aus Naturholz, farbig beschichtet oder mit einem Klarlack versehen erhältlich. Der Handel bietet jedoch auch Modelle aus Metall in verschiedenen Farbnuancen.

Treppenschutzgitter werden normalerweise zerlegt geliefert und müssen selbst montiert und installiert werden. Dazu werden jedoch vom Hersteller exakte Anleitungen mitgeliefert oder sind online abrufbar.

In der Online-Produktbeschreibung finden Verbraucher auch Hinweise zur Montage an der Treppe – etwa ob das Gitter geklemmt oder gedübelt werden muss. Treppenschutzgitter, die sich einfach einklemmen lassen, sind für Mietobjekte prädestiniert, da keine Bohrlöcher zurückbleiben.

Stufen durch rutsch-hemmender Oberflächen absichern

Ausrutschen ist wohl eine der häufigsten Unfallursachen auf Treppen. Für private Wohnhäuser bestehen zwar keinerlei bestimmte Anforderungen an die Sicherheit einer Treppe, doch glatte Stufen sollten auch hier unbedingt mittels rutsch-hemmender Beläge abgesichert werden. Stufenkanten sollten zudem über einen Sicherheitsradius von 5 Millimetern verfügen, um ausrutschen oder hängenbleiben zu verhindern.


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