Sichtschutz für die Terrasse – Möglichkeiten & Ideen

Sie ist für viele Deutsche so etwas wie die Erweiterung des Wohnzimmers im Sommer – die heimische Terrasse. Damit Menschen sich dort auch mal frei entfalten können, ist ein Sichtschutz sinnvoll.

Gerade in der warmen Jahreszeit wird manche gesellige Stunde auf der Terrasse verbracht. Eine passende Überdachung sorgt dabei dafür, dass man diesen zusätzlichen Bereich auch bei nassem Wetter nutzen kann.

Gerade wer seine Terrasse mit einem Wohngarten umgeben hat und das Glück eines etwas größeren Grundstücks genießen kann, sitzt auf seiner Terrasse recht abgeschieden und in Ruhe. Doch wer einen eher kleinen Garten hat und den Nachbarn beispielsweise in einem Reihenhaus direkt nebenan, der sollte über einen Sichtschutz für die Terrasse nachdenken. Zumindest dann, wenn er nicht regelmäßig die Blicke von Passanten und Nachbarn auf seinem Teller haben möchte.

Direkter Blick auf die Terrasse

Gerade in Neubaugebieten überall in der Bundesrepublik ist es heute oft so, dass man beim Spaziergang durch die Siedlung einen direkten Blick auf zahlreiche Terrassen und damit auch in die Wohnzimmer dahinter erhaschen kann. Dabei gibt es verschiedene einfache Möglichkeiten, für einen Sichtschutz für die Terrasse zu sorgen. Am einfachsten ist die Integration eines solchen Sichtschutzes natürlich schon bei der Planung des Gartens umzusetzen. Doch die meisten Sichtschutzvarianten für die Terrasse lassen sich auch später noch problemlos realisieren.

Nice to know

Ob ein Sichtschutz in Ihrem Fall so angebracht werden kann, wie Sie das geplant haben, ist auch vom örtlichen Baurecht abhängig. In manchen Neubaugebieten gibt es schon in der Siedlungsplanung gewisse Vorgaben, wie hoch eine Hecke maximal sein darf und welche Höhe ein Zaun nicht überschreiten darf.

Über diese festgeschriebenen Grenzen hinaus gibt es aber auch noch andere rechtliche Hürden zu meistern. So gilt beispielsweise in Fällen, in denen Sie eine vorhandene Einfriedung Ihres Grundstücks durch einen Sichtschutz erhöhen möchten, in vielen Bundesländern der Grundsatz, dass der Nachbar hierzu seine Erlaubnis erteilen muss.

Der Verband Wohneigentum NRW weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass im Fall einer Verweigerung dieser Erlaubnis der Sichtschutz wieder entfernt werden muss, wenn Sie ihn bereits errichtet haben sollten. Hier ist es also wichtig, schon vor der Errichtung eines Sichtschutzes an der Grundstücksgrenze mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen und die Situation frühzeitig zu klären.

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Sichtschutz für die Terrasse – Möglichkeiten im Überblick

Bleibt die Frage, welche Möglichkeiten eines effektiven Sichtschutzes für die Terrasse es gibt und wie diese sich auch in ihren jeweiligen Eigenschaften unterscheiden. In der Folge möchten wir einmal einige gängige Sichtschutzvarianten kurz vorstellen und die jeweiligen Vor- und Nachteile für Sie zusammenfassen. Die folgenden sechs Variationen werden in deutschen Gärten am häufigsten als Sichtschutz für die Terrasse oder den Garten an sich verwendet.

  • Sichtschutz aus Holz
  • Sichtschutz aus Kunststoff
  • Sichtschutz aus Glas
  • Hecke als Sichtschutz
  • Markisen
  • Sonnensegel als Sichtschutz

Sichtschutz aus Holz

Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können Sie einen solchen Sichtschutz aus Holz zur Gänze selbst bauen. Dafür brauchen Sie Pfosten mit der Höhe, auf die Sie Ihren Sichtschutz ziehen möchten. Anschließend müssen Sie Bretter als Zaunlatten an diese Pfosten anschrauben. Wichtig ist, das Holz vorher zu streichen, damit es witterungsbeständig wird.

Alternativ gibt es im Fachhandel verschiedene Zaunelemente aus Holz, die blickdicht sind und damit einen hervorragenden Sichtschutz sowohl für Ihre Terrasse als auch für Ihr gesamtes Grundstück bieten.

Als Vorteil lässt sich hier sicherlich die vergleichsweise leichte Verarbeitung benennen. Außerdem der Umstand, dass es sich hierbei um einen natürlichen Baustoff handelt.

Als Nachteil kann man anführen, dass Holz nicht nur blickdicht ist, sondern auch die Sonne komplett aussperrt. Je näher der Sichtschutz aus Holz damit an Ihrer Terrasse angebracht wird, desto schattiger kann es auf Ihrer Terrasse werden.

Sichtschutz aus Kunststoff

Bei einem Sichtschutz aus Kunststoff handelt es sich meist entweder um Sichtschutzfelder, die in einen vorhandenen Zaun integriert werden, oder um Sichtschutzmatten, die Sie an einem Zaun oder einer anderen Vorrichtung wie einem Balkongeländer beispielsweise befestigen müssen.

Ein Vorteil ist hier sicherlich der Preis im Vergleich zu vielen anderen Varianten, da ein Sichtschutz aus Kunststoff oftmals zu den günstigsten Alternativen gehört. Darüber hinaus sind die meisten Sichtschutzlösungen aus Kunststoff ebenfalls komplett blickdicht. Zudem sind gerade diese Kunststoffelemente sehr einfach zu verarbeiten – sowohl als Sichtschutzelemente in einem Zaun als auch als einfache Matten zur Befestigung rund um die Terrasse.

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Als Nachteil ist anzuführen, dass es sich dabei eben nicht um ein natürliches Material handelt. Außerdem wird auch hier, ähnlich wie bei Holzelementen, ein recht kühler Schatten geworfen.

Sichtschutz aus Glas

Sichtschutzelemente aus Glas wirken nur dann wirklich, wenn sie aus Milchglas bestehen oder eine entsprechende Milchglasfolie aufgetragen wurde. Andernfalls kann man hindurchsehen und das Glas wirkt bestenfalls als Windschutz.

Als Vorteil kann man hier sicherlich anführen, dass diese Variante die Sonnenstrahlen am wenigsten behindert. Auch mit einem solchen Sichtschutz direkt an Ihrer Terrasse können Sie die wärmenden Strahlen der Sonne durchgehend genießen.

Ein Nachteil ist dabei der oftmals deutlich höhere Preis um Vergleich zu Holz und Kunststoff. Überdies ist die Verarbeitung für ungeübte Hobbyhandwerker deutlich schwieriger als bei den beiden gerade benannten Alternativen.

Hecke als Sichtschutz

Die Hecke als Sichtschutz ist die wohl natürlichste aller Möglichkeiten. Ein klarer Pluspunkt ist daher die natürliche Integration in den Garten und der Umstand, dass sie auch verschiedenen Tierarten ein Zuhause sein kann. Außerdem sind Heckengewächse, wenn sie vergleichsweise klein gekauft werden, in der Anschaffung sehr günstig. Der Schatten, den diese Hecken werfen, ist ein natürlicher Schatten und damit in der Regel deutlich wärmer als der Schatten, der von klassischen Sichtschutzelementen sonst geworfen wird.

Der größte Nachteil der Hecke als Sichtschutz ist dabei sicherlich der Pflegeaufwand. Eine solche Hecke muss regelmäßig geschnitten werden. Dabei müssen Sie die gesetzlichen Regelungen zu den Zeiten, wann ein solcher Schnitt erlaubt ist, beachten.

Markisen

Wenn von einer Markise die Rede ist, denken die meisten Menschen erst einmal an eine Überdachung. Doch es gibt am Markt auch eine ganze Reihe von Lösungen, die man senkrecht zur Seite weg ausziehen kann. Die Auswahl an Markisen ist dabei mittlerweile sehr groß – in vielen Farben und Preisklassen können solche Senkrechtmarkisen im Fachhandel und im Internet erworben werden.

Ein großer Vorteil ist dabei beispielsweise der Umstand, dass eine solche Markise nicht immer ausgezogen sein muss. Wenn Sie freie Sicht auf Ihren Garten haben möchten, lassen Sie die Markise einfach eingefahren. Aber wenn Ihnen nach etwas mehr Privatsphäre ist, fahren Sie die Markise einfach wieder aus. Da es sich hierbei übrigens nicht um einen dauerhaft fest installierten Sichtschutz handelt, müssen für die Montage auch keine Genehmigungen vorliegen.

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Ein Nachteil kann auch hier der Schattenwurf sein. Dazu kommt, dass solche Markisen die hochwertigeren, aber eben auch teureren Lösungen im Vergleich zu einem Sichtschutz aus Holz oder Kunststoff sind. Außerdem laufen Sie bei stärkerem Wind Gefahr, dass eine solche Markise Schaden nimmt, wenn Sie diese ausgefahren lassen.

Sonnensegel als Sichtschutz

Das Sonnensegel ist neben der Markise sicherlich die flexibelste Lösung in Sachen Sichtschutz für die Terrasse. Tatsächlich sind die meisten Sonnensegel im Vergleich zur Markise auch die günstigere Lösung. Allerdings ist das Sonnensegel auch noch wetterabhängiger als die Markise. Denn je nach Stoff und Behandlung kann ein solches Sonnensegel schon bei Regen unbrauchbar werden. Erst recht, wenn einmal ein etwas stärkerer Wind aufkommt.

Fazit

Der Markt für Sichtschutzvarianten ist groß und letztlich ist hier tatsächlich für jeden Geschmack und jeden Gartenstil das Passende dabei. Wichtig ist nur, dass Sie von Anfang an auf die rechtlichen Rahmenbedingungen achten und Ihren Sichtschutz für die Terrasse möglichst so anbringen, dass Sie sich selbst so wenig Sonne wie möglich nehmen.

Foto: serhiibobyk via Envato

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Hajo Simons
Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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