Sockelputz ausbessern – so geht´s

Der Sockel eines Gebäudes bildet das Zwischenstück zwischen dem Fundament und der Fassade. Er schützt das Mauerwerk gegen ablaufenden Regen von der Fassade und gegen Spritzwasser von unten.

Dabei ist der Sockel hohen Belastungen ausgesetzt, was dazu führt, dass der Putz mit der Zeit Risse und defekte Stellen aufweisen kann. In diesem Fall ist eine Ausbesserung unbedingt notwendig, damit keine größeren Folgeschäden entstehen. Unsere Anleitung zeigt, wie Sie den Sockelputz Ihres Hauses perfekt ausbessern.

Wodurch entstehen Schäden am Sockelputz?

Der Sockel eines Hauses ist vielerlei Belastungen ausgesetzt. Von unten die Bodennässe, oben das ablaufende Regenwasser und zusätzlich mechanische Belastungen durch Anstoßen mit Gegenständen, Werkzeugen, Spielgeräten etc. All diese Faktoren können für Schäden am Sockelputz sorgen.

Bevor Sie daran gehen, diese Schäden zu beheben, sollten Sie versuchen herauszufinden, wodurch der Sockelputz beschädigt wurde – insbesondere dann, wenn die Beschädigungen plötzlich und ohne erklärbare Ursache aufgetreten sind.

Zunächst spielt es eine wichtige Rolle, welche Art von Schaden vorliegt. Kommt es beispielsweise zu einer Blasenbildung mit anschließendem Abplatzen von einzelnen Putzpartien, so könnte sich Feuchtigkeit im Mauerwerk unter dem Putz gebildet haben. Risse dagegen deuten oft darauf hin, dass sich das Mauerwerk gesetzt hat.

Im Falle von solchen Schäden empfiehlt es sich, einen Bausachverständigen hinzuzuziehen. Dieser untersucht den Schaden genau und kann Ihnen anschließend detailliert darüber Auskunft geben, ob ein Ausbessern des Sockelputzes ausreicht oder ob weitere Maßnahmen zur Verhinderung von Folgeschäden getroffen werden müssen.

Verschiedene Sockel im Überblick

Ähnlich wie es verschiedenste Hausformen gibt, so unterscheiden sich auch die Sockel von Häusern teilweise erheblich. Die verbreitetsten Bauformen sind:

Vorspringende Sockel

In diesem Fall ist der Sockel dicker als die Fassade des Gebäudes. Bei neueren Häusern trifft man diese Bauform nur noch sehr selten an, früher war sie jedoch weit verbreitet. Ein Nachteil besteht bei dieser Bauweise darin, dass die Oberkante des Sockelputzes besonders anfällig gegen Witterungseinflüsse und mechanische Schäden ist.

Zurückgesetzte Sockel

Diese Bauform bildet das genaue Gegenteil zum vorspringenden Sockel. Im Sockelbereich ist das Gebäude also dünner als oberhalb im Bereich der Fassade. In diesem Fall kann das Regenwasser an der überstehenden Kante der Fassade abtropfen, ohne den Sockel dabei mit Feuchtigkeit zu belasten. Zudem sind Reparaturen am Sockel einfacher auszuführen als bei der vorspringenden Version.

Bündige Sockel

Wie der Name bereits vermuten lässt, gehen bei einem bündigen Sockel der Sockel und die Fassade direkt ineinander über, ohne dass eine Kante ausgebildet wird. Der Sockel ist hierbei meist kaum sichtbar, da der Außenputz einheitlich auf Fassade und Sockel aufgetragen wird. Ein solcher Sockel empfiehlt sich allerdings nur, wenn wenig Spritzwasser entstehen kann und/oder das Gebäude über einen großen Dachüberstand verfügt. Reparaturmaßnahmen in Eigenregie sind bei bündigen Sockeln zudem kaum möglich.

Sockelputz erneuern & ausbessern – Schritt für Schritt

Wenn der Sockel Ihres Hauses Beschädigungen aufweist, sollten Sie diesen möglichst schnell ausbessern bzw. den Putz erneuern. Wie Sie dabei am besten vorgehen, zeigt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Den Sockel vorbereiten

Je nachdem welche Art von Schaden vorliegt, müssen Sie den Sockel entsprechend vorbereiten. Muss der Sockel komplett neu verputzt werden, ist zunächst der alte Putz auf der kompletten Sockelzone mit einem Abbruchhammer zu entfernen. Bei kleineren Stellen, die lediglich ausgebessert werden sollen, empfiehlt es sich, lose Teile und lockeren Mörtel mit einem Handmeißel zu entfernen. Fegen Sie anschließend den gesamten Bereich mit einem Besen gründlich ab, um auch den groben Staub und Schmutz zu entfernen.

2. Das Mauerwerk prüfen

Prüfen Sie den Bereich des Mauerwerks unter dem Sockelputz. Ist das Mauerwerk sichtbar feucht oder weist andere Schäden auf, so müssen diese Schäden zunächst beseitigt werden, bevor der neue Putz aufgetragen werden kann. Andernfalls wäre das Ergebnis nur von sehr kurzer Dauer und es könnte zu teuren Folgeschäden kommen.

3.  Die Wahl des passenden Putzes

Es gibt für die Sockelzone von Gebäuden spezielle Sanierputze. Alternativ können Sie auch einen Zement- oder Kalkputz verwenden. Letztere sind zwar besonders günstig im Handel zu erwerben, lassen jedoch Feuchtigkeit nahezu ungehindert durch. Sie empfehlen sich daher nur für Gebäude, die beispielsweise einen großen Dachüberstand haben, wodurch der Sockel vor ablaufendem Wasser sowie Spritzwasser von unten geschützt ist.

4. Den neuen Putz auftragen

Mischen Sie den neuen Putz zunächst nach Vorgabe des Herstellers an. Legen Sie anschließend ein Brett flach auf die Oberkante des Erdreichs an das Gebäude an, dieses markiert die untere Linie des neu aufgetragenen Sockelputzes und fängt heruntertropfende bzw. abfallende Putzreste auf.

Nun wird der Putz auf den betroffenen Bereich aufgetragen. Hier empfiehlt es sich, ihn mit einer Maurerkelle schwungvoll auf die gewünschte Stelle zu werfen und dann mit einer Glättekelle glattzustreichen. So verbindet sich der Putz optimal mit dem darunter liegenden Mauerwerk und haftet entsprechend gut. Tragen Sie die erste Schicht mit einer Dicke von etwa 3 mm auf, um Vertiefungen aufzufüllen und Unebenheiten auszugleichen.

Jetzt kann es erforderlich sein, ein Armierungsgewebe auf die noch feuchte erste Putzschicht aufzubringen. Anschließend muss gewartet werden, bis der Putz angezogen hat und einem leichten Fingerdruck standhält. Je nach vorherrschender Witterung kann dies bis zu acht Stunden dauern.

Danach folgt die zweite Putzschicht. Achten Sie darauf, insbesondere die Übergangsbereiche sehr sorgfältig zu glätten. Es empfiehlt sich, den Oberputz in einer feinkörnigeren Variante als den Unterputz zu wählen. Der Oberputz wird dann mit einer Kelle dünn aufgetragen und mit einem speziellen Kunststoff-Reibebrett glattgestrichen.

Je nachdem, wie der vorhandene Untergrund beschaffen ist und wie dick der zuvor aufgetragen Putz auf dem Sockel des Gebäudes war, können weitere Durchgänge zum Auftragen von einzelnen Putzschichten notwendig sein.

Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, lassen Sie den Putz vollständig durchtrocknen. Anschließend können Sie die Unterkante der neu verputzen Fläche durch Auftragen einer Schicht aus Kies o. ä. optisch harmonisch mit dem umgebenden Erdreich verbinden.

Fazit

Risse oder abgeplatzte Stellen im Sockelputz sehen nicht nur unschön aus, sie können auch dafür sorgen, dass das Mauerwerk darunter ernsthaften Schaden nimmt und somit die Gebäudesubstanz leidet.

Sie sollten daher nicht zu lange damit warten, solche Schäden auszubessern. Der geübte Heimwerker kann dies problemlos selbst tun. Folgen Sie unserer Anleitung und verwenden Sie hochwertige Materialien, dann kann nichts mehr schief gehen – Ihr Gebäude erstrahlt schon nach kurzer Zeit in neuem Glanz und ist optimal geschützt.

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