Umzug von der Wohnung in ein Haus

Gerade Familien zieht es in den letzten Jahren immer häufig in die eigenen vier Wände. Aufgrund des Platzbedarfs eignet sich da auf jeden Fall ein eigenes Haus am besten.

So können Rückzugsorte für jeden geschaffen werden, jedes Kind hat hier in der Regel sein eigenes Zimmer zur Verfügung, und es ist zusätzlich noch ausreichend Stauraum da, um alles zu lagern, was im Laufe des Jahres von einer mehrköpfigen Familie so gebraucht wird.

Hinzu kommt, dass ein Umzug ins Eigenheim in der Regel mehr Freiheiten für die ganze Familie mit sich bringt. Der neue Garten und vor allem der Umstand, dass niemand mehr über oder unter Ihnen und Ihrer Familie wohnt, sorgen für deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Da kann dann auch die Musik mal etwas lauter aufgedreht werden, ohne dass es direkt Ärger mit dem Nachbarn gibt.

Als letzter Punkt ist der Wohnungsnotstand gerade in Ballungszentren zu benennen. Wer sich in einer Großstadt mit einer Familie nach einer Wohnung umsieht, kann ebenso gut in eine Vorstadt ziehen und dort ein Haus kaufen – die Finanzierung für die Immobilie ist in solchen Fällen oftmals günstiger als die Miete für eine Wohnung im Innenstadtbereich.

Ein Umzug von klein nach groß – ist das nicht die einfachste Lösung?

Wenn die Finanzierung und der Immobilienkauf erledigt sind, geht es an die Renovierung und schließlich an den Umzug. Einen Umzug zu planen ist immer eine komplizierte Aufgabe. Bei einem Umzug von einer Wohnung in ein Haus mag man meinen, dass es leicht wäre, diesen zu planen und durchzuführen. Schließlich bietet das neue Haus in der Regel doch mehr Raum und Fläche als die alte Wohnung.

Das ist allerdings in vielen Fällen eine falsche Einschätzung. Denn gerade wenn es in ein Haus auf mehreren Etagen mit mehr Räumen als bisher geht und wenn diese dann auch noch anders zugeschnitten sind, kann die Mischung aus notwendigen Neuanschaffungen und Umplanungen für die neue Einrichtung durchaus aufwendig werden. Bleibt die Frage, wie sich ein solcher Umzug am besten planen und durchführen lässt. Die einfachste Variante ist natürlich die Beauftragung eines Umzugsunternehmens.

Doch egal, ob Sie ein Umzugsunternehmen mit einem Umzug in Kiel, in Dortmund, In Passau oder irgendwo anders in Deutschland beauftragen möchten oder ob Sie Ihren Umzug allein mit Familie, Freunden und anderen Helfern stemmen – es gibt vor, während und nach dem Umzug ins Eigenheim eine Menge zu beachten.

Umzug von der Wohnung ins Haus – so gehst du vor

Grundsätzlich kann man die notwendigen Arbeitsschritte in drei verschiedene Abschnitte oder Zeitbereiche einteilen. Diese sind:

  • vor dem Umzug
  • der große Tag – das Haus wartet auf den Umzug
  • nach dem Umzug

Während die ersten beiden Phasen eher von Vorfreude und schließlich auch etwas von Stress geprägt sind, ist die letzte Phase eher eine zum Herunterkommen und Ruhe einkehren lassen.

Tipp

Machen Sie sich am besten frühzeitig eine Liste mit allen zu erledigenden Aufgaben – gerade in der Phase vor dem Umzug kann man sonst leicht etwas Wichtiges vergessen, was dann am Umzugstag selbst die Sache erheblich verkomplizieren könnte.

Vor dem Umzug

Wer ein Haus kauft und einen Umzug plant, wird hier einiges an Vorlaufzeit einplanen müssen. Als erstes müssen in dieser Vorlaufzeit die laufenden Verträge gekündigt oder geändert werden. In diese Kategorie der Aufgabe gehört unter anderem:

  • Kündigung der Mietwohnung und ggfls. Suche nach einem Nachmieter, wenn Sie Ihren Haus Umzug vor dem Ende der Kündigungsfrist von zumeist drei Monaten umsetzen möchten.
  • Änderung notwendiger Versicherungsverträge wie der Hausratversicherung – sprechen Sie die Änderung in Ihrem Haushalt hier frühzeitig an, damit ein nahtloser Versicherungsschutz gegeben ist.
  • Mitteilung der Änderung der Adresse bei Ihren Banken, Ihrem Arbeitgeber und anderen Versicherern – machen Sie dies im Idealfall schriftlich und teilen Sie vorab das Datum des geplanten Umzugs mit.
  • Buchen Sie bei Bedarf rechtzeitig das Umzugsunternehmen Ihrer Wahl – in manchen Phasen des Jahres sind solche Unternehmen frühzeitig ausgebucht. Um hier keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Sie, sobald Ihr Einzugstermin geplant ist, diesen auch buchen.
  • Wenn Sie den Umzug selbst organisieren und durchführen, sprechen Sie rechtzeitig genügend Helfer an und mieten Sie frühzeitig einen oder mehrere Leihwagen. Kalkulieren Sie dabei auch ein, dass ein Teil der Freunde und Verwandten, die Sie fragen werden, womöglich keine Zeit für Ihren Umzug haben wird.
  • Ist in der Straße, in die Sie ziehen möchten, viel Verkehr? Beantragen Sie einen Bereich mit einem Parkverbotsschild, damit Sie mit Ihrem Umzugswagen auf jeden Fall einen Parkplatz nahe dem Haus bekommen – planen Sie hier auch Bearbeitungszeit beim zuständigen Ordnungsamt ein.
  • Führen Sie die Renovierungsarbeiten am neuen Haus durch und sorgen Sie dafür, dass die Räume soweit vorbereitet sind, das am Umzugstag transportierte Möbel bereits in den Zielräumen aufgebaut werden können.
  • Planen Sie ein Smart Home System in Ihrem neuen Haus, sollten die notwendigen Leitungen und Anschlüsse bereits während der Renovierung verlegt und angeschlossen werden.
  • Packen Sie Ihre Habseligkeiten vor dem Umzug in Kisten und beschriften Sie diese so gut, dass beim Umzug die Zuordnung in die einzelnen Wohnräume leicht wird.
  • Kaufen Sie Getränke und Speisen für den großen Umzugstag und organisieren Sie Helfer, die sich um die Versorgung der anderen kümmern
  • Sorgen Sie dafür, dass sowohl in der Wohnung als auch im Haus ausreichend Werkzeug vorhanden ist, um die Möbel ab- und wieder aufzubauen – notfalls sprechen Sie Freunde oder Verwandte an, ob diese Ihr Werkzeug mitbringen können.
  • Sie haben kleinere Kinder? Sorgen Sie frühzeitig dafür, dass diese den ganzen Umzugstag über gut untergebracht sind, damit sie die Abläufe beim Umzug möglichst nicht stören.
  • Bestellen Sie bei Bedarf den Sperrmüll für die alte Wohnung, damit Sie verbliebenes Mobiliar rechtzeitig aus der Wohnung schaffen können, um diese zu übergeben.

Ist das alles erledigt, kann der große Tag kommen.

Der Tag des Umzugs

Jetzt gilt es mit einem möglichst realistischen und gut strukturierten Zeitplan die notwendigen Arbeiten anzugehen.

  • Holen Sie so früh wie möglich den Umzugswagen
  • Teilen Sie Helfer sowohl in der alten Wohnung als auch am Haus ein, damit der Wagen nur hin und herfahren muss und schnell ein und wieder ausgeräumt werden kann. Während die Helfer an der Wohnung den Wagen dann wieder beladen, kann im Haus schon mit dem Aufbau begonnen werden.
  • Wenn Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, stehen Sie den Arbeitern nicht im Weg – seien Sie aber anwesend, damit Sie auf Fragen sofort reagieren können.
  • Holen Sie frische Brötchen und sorgen Sie dafür, dass alle Helfer regelmäßig etwas zu Essen und Trinken bekommen
  • Verbreiten Sie auf keinen Fall Hektik. Kalkulieren Sie ein, dass Sie womöglich hinter dem Plan zurückliegen, und sorgen Sie für ausreichend Pufferzeiten – vor allem, was die Leihdauer des Umzugswagens angeht.

Ist der Umzug ins Eigenheim am Abend so weit erledigt, heißt es, die letzten Arbeiten zu anzugehen und sich dann voll und ganz auf die neue Situation einzustellen.

Nach dem Umzug

Nun geht es an die Aufräumarbeiten und die letzten Verschönerungen am neuen Haus.

  • Räumen Sie die alte Wohnung komplett leer und putzen Sie diese für die Übergabe – eventuell fallen hier noch Renovierungsarbeiten an, je nach mietvertraglicher Vereinbarung
  • Führen Sie die Wohnungsübergabe mit dem ehemaligen Vermieter oder dem Käufer (im Fall einer Eigentumswohnung) durch
  • Wenn Sie bisher keine Treppen in Ihrer Wohnung hatten, aber nun mit Kindern in ein eigenes Haus gezogen sind, sollten Sie die Treppen im Haus direkt nach dem Umzug sichern, damit hier keine Unfälle passieren.
  • Spätestens jetzt sollten Sie einen Nachsendeantrag bei der Post stellen
  • Melden Sie sich beim zuständigen Einwohnermeldeamt um
  • Beschriften Sie Ihre neue Klingel und Ihren Briefkasten

Fazit

Ein Umzug ist immer mit einer Menge Arbeit verbunden – ein Umzug in ein eigenes Haus zusätzlich mit Renovierungsarbeiten und einer Menge zusätzlicher Planung, was die Beschaffung neuen Mobiliars beispielsweise angeht. Aber gerade wenn Sie von einer Wohnung in ein eigenes Haus ziehen, werden Sie schon nach kurzer Zeit spüren, dass die neu gewonnene Freiheit und der zusätzliche Platz alle Anstrengungen wert waren. Insbesondere beim Umzug von einer Wohnung in ein Haus ist sorgfältige


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