WPC oder Holz für die Terrasse?

Auf der Terrasse den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen – das klingt nach einem guten Plan! Doch zuvor benötigt man eine schöne Terrasse, auf der man es sich bequem machen kann.

Handwerklich begabte Gartenbesitzer können auch selbst zum Werkzeug greifen und eine Terrasse nach ihren Wünschen bauen. Im Gartencenter oder Baumärkten erhält man das nötige Bauholz dazu. Entweder entscheidet man sich für Bretter bzw. Dielen oder schon fertige quadratische Terrassenplatten, die man nur noch auf dem Untergrundgestell anbringt.

Verschiedene Hölzer stehen als Terrassenholz zur Verfügung. Vom günstigen Weichholz, über Teak und auch Hölzer mit den exotischen Namen Bankirai.

Bangkiraiholz kommt aus verschiedenen asiatischen Ländern. Es ist sehr wetterbeständig und ist in seiner Festigkeit noch viel härter und schwerer als unsere heimische Eiche. Sein Vorteil liegt darin, dass es weder imprägniert noch anderweitig behandelt werden muss, wie es bei unseren einheimischen Hölzern unbedingt notwendig ist, wenn das Holz nicht schon nach kurzer Zeit verwittern soll. Auch optisch fügt sich das asiatische Holz mit seiner olivgrünen bis braunen Färbung sehr gut in die Gartenumgebung ein.

Alternativ zum Naturholz bietet sich ein Verbundmaterial aus Holz und Kunststoff an – das sogenannte WPC. Auch über dieses Material gibt es einiges Wissenswertes, das wir Ihnen in diesem Ratgeber etwas näherbringen wollen.

WPC oder Holz als Terrassendielen?

Die Terrasse ist in der Regel das Verbindungsstück zwischen dem Haus und den Garten. Deshalb sollte sich dieser harmonisch den beiden Elementen anpassen. Terrassen können mit unterschiedlichen Materialien gebaut werden. Sehr häufig entscheiden sich Häuslebauer für eine Holzterrasse, weil diese optisch einen warmen Eindruck macht und sich natürlich in den Garten einfügt. Doch auch das moderne Material WPC hat seine Vorzüge, wie wir in den folgenden Abschnitten sehen werden.

Holz Terrassendielen

Für den Außenbereich eignen sich besonders Riffeldielen aus Holz, die auch bei Feuchtigkeit guten Halt geben und weniger rutschig werden. Auf das Holz sollte besonderen Wert gelegt werden. Dielen oder Terrassenplatten aus Hartholz eigenen sich besser als weiche Hölzer.

Teak, Bankirai und Eukalyptus sind die gängigsten Harthölzer für den Gartenbereich, da sie extrem witterungsfest sind und auch keine weiteren Schutzmittel gegen Fäulnis, Pilze und Insekten benötigen.

WPC Terrassendielen

Das Kürzel WPC bezeichnet Verbundwerkstoffe aus Holzfasern/Holzmehl und thermoplastischen Kunststoffen wie Polyäthylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) oder Polymilchsäure (PLA). Neben Holzfasern und Kunststoffen können WPCs auch andere lignozellulosehaltige und/oder anorganische Füllstoffe enthalten.

WPC sind eine Untergruppe einer größeren Kategorie von Materialien, die als Naturfaser-Kunststoff-Verbundwerkstoffe (NFPC) bezeichnet werden und keine zellulosebasierten Faserfüllstoffe wie Zellstofffasern, Erdnussschalen, Kaffeeschalen, Bambus, Stroh, Gärreste usw. enthalten können.

Gegenüber Naturholz haben WPC Dielen einige Vorteile. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen Fäulnis, Verrottung und Wurmbefall, obwohl sie Wasser in die im Material eingebetteten Holzfasern absorbieren. Außerdem lässt sich WPC gut verarbeiten und mit herkömmlichen Holzbearbeitungswerkzeugen formen.

WPC ist ein nachhaltiges Material, das aus recycelten Kunststoffen und Abfallprodukten der Holzindustrie hergestellt wird. Obwohl diese Materialien die Lebensdauer von gebrauchten und weggeworfenen Materialien verlängern, haben sie eine beträchtliche Halbwertszeit. Die zugesetzten Polymere und Klebstoffe machen es schwierig, WPC nach der Verwendung wieder zu recyceln. Das Material kann jedoch, ähnlich wie Beton, leicht in einem neuen WPC recycelt werden.

Ein Vorteil gegenüber Holz ist die Möglichkeit, das Material in fast jede gewünschte Form zu bringen. Ein WPC-Bauteil kann auch stark gebogen und dann befestigt werden. Außerdem benötigen Sie keine Farbe, da die entsprechenden Terrassendielen bereits in einer Vielzahl von Farben hergestellt werden.

Terrassendielen verlegen – Unsere Tipps

Wer einen Terrassenbau plant, sollte sich vorab in einem Fachhandel beraten lassen. Auch ist es sehr hilfreich, sich die benötigten Holzdielen direkt dort auf Maß schneiden zu lassen, denn Harthölzer lassen sich schwerer sägen.

Eine Terrasse benötigt auch eine Unterkonstruktion, worauf später die Holzdielen befestigt werden. Der Untergrund, auf den die Unterkonstruktion gestellt wird, sollte vorher geebnet und von Unkräutern befreit werden. Sinnvoll ist es, wenn nur Erde als Untergrund vorhanden ist, diese mit einer Folie abzudecken, damit später kein Unkraut von unten durch die Terrasse wachsen kann. Besser sind jedoch Untergründe aus Beton oder Gehwegplatten.

Bei Riffeldielen sollte ein Gefälle von 1 – 2 % in Richtung der Rillen eingeplant werden, damit Regenwasser schnell ablaufen kann und nicht auf der Terrasse stehen bleibt. Danach können die Dielen mittels Schrauben auf die Unterkonstruktion angebracht werden.

Dabei sollte auf einen gleichmäßigen Zwischenraum, die sogenannten Dehnungsfugen, geachtet werden, damit das Ergebnis am Ende auch perfekt aussieht.

Nach dem Bau der Terrasse geht es an die Terrassengestaltung. Genauso pflegeleicht und robust wie die Terrassendielen selbst sind Gartenmöbel aus Teak und Eukalyptusholz, die auch im Winter auf der Terrasse verbleiben können. Mit den passenden Auflagen wird es auch schön wohnlich.

Fazit

Naturholz oder Holz-Kunststoff-Verbundmaterial – jeder Werkstoff besitzt seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass Sie das Material auf Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse abstimmen und die Terrassendielen professionell verlegen bzw. verlegen lassen, damit Sie auch lange Freude daran haben können.

Foto: pro_creator via Envato

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