Garage sanieren – Möglichkeiten & Vorgehen

Das Auto ist vielen Deutschen ans Herz gewachsen. Für viele ist es tatsächlich mehr als nur ein vierrädriges Fortbewegungsmittel. Da wundert es kaum, dass das Auto auch gut abgestellt werden soll.

In zahlreichen Großstädten und größeren Wohngebieten sind freie Parkflächen Mangelware. Das Statistische Bundesamt hat schon im Jahr 2009 in seinem Bericht „Zuhause in Deutschland“ festgestellt, dass rund 63 Prozent aller deutschen Haushalte eine Garage oder einen Stellplatz für ihr Fahrzeug nutzen.

Wiederum rund 60 Prozent der Menschen, die eine Garage nutzen, besitzen diese tatsächlich auch selbst. Die restlichen 40 Prozent mieten ihre Garage oder ihren Stellplatz – teilweise für vergleichsweise hohe Mieten. So hat die WirtschaftsWoche beispielsweise festgestellt, dass in Sachen Garagenmiete in Großstädten wie Berlin monatlich bis zu 80 Euro fällig werden können.

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Garage selbst nutzen oder ob Sie diese verpachten, um durch die Garagenmiete Ihr Einkommen aufzubessern – es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen eine Reparatur oder gar eine Sanierung der Garage notwendig werden kann. Wir von Modernisieren – Renovieren – Sanieren zeigen hier, wie Sie bei welchen Schadensfällen am sinnvollsten vorgehen können.

Häufige Schäden an Garagen

Es kann eine ganze Menge verschiedene Gründe geben, eine Garage zu sanieren. In den meisten Fällen ist ein Schaden aufgetreten, der die Nutzung der Garage nicht mehr im gewünschten Umfang zulässt. Das kann in Folge eines Unwetters geschehen sein – oder einfach nur eine Folge von Alter und langer Nutzung der Garage. Zu den häufigsten Schäden an einer Garage zählen die folgenden Punkte:

  • undichtes Dach
  • defekte Dachrinnen
  • Garagentor oder eine zusätzlich Garagentür ist defekt
  • poröse Böden

Eine defekte Dachrinne beispielsweise kann von den meisten handwerklich begabten Hausbesitzern problemlos selbst repariert werden – allerdings kann die defekte Dachrinne vorher bereits dazu geführt haben, dass die Fassade so gelitten hat, dass hier eine Sanierung unumgänglich wird. Gehen wir auf die einzelnen Punkte doch einmal im Detail ein.

Garagendach sanieren

Es gibt eine ganze Reihe spannender Möglichkeiten, um ein Garagendach zu sanieren. Die wohl am häufigsten gewählte Variante ist das Verlegen von Bitumenbahnen. Diese werden in mehreren Lagen versetzt übereinandere verlegt. So dichten sie das Dach gut gegen Witterungseinflüsse ab.

Eine hervorragende Alternative bei einem bereits stark beschädigten Dach sind sogenannte Garagenhauben. Hierbei handelt es sich um ein fertiges Pultdach aus Blech, das wie ein Fertigbauteil geliefert und auf die bestehende Garage montiert wird. Vor allem, wenn das vorhandene Dach bereits einige Schäden davongetragen hat, kann eine solche Haube eine gute Alternative zu dem sehr aufwendigen Versuch der Reparatur sein.

Viele Hobbyhandwerker, die nicht auf Bitumen oder Dachpappe zurückgreifen möchten, entscheiden sich dafür, Wellblech vom Hersteller zu verwenden. Auch solche Wellbleche sind sehr zuverlässig, dichten Ihr Dach perfekt ab und lassen sich dabei auch noch leicht verarbeiten.

Tipp

Sie können übrigens nicht nur ein Terrassendach mit einer Solaranlage aufwerten – auch auf einem Garagendach kann eine solche Installation durchaus Sinn machen. Vor allem bei Garagen mit ausreichender Größe für einen Anschluss zum Aufladen eines E-Autos. Auch wenn aktuell keine Anschaffung in diese Richtung geplant sein sollte – so halten Sie sich auf jeden Fall alle Möglichkeiten offen.

Fassadensanierung

Wenn wirklich eine Fassadensanierung notwendig wird, sollten Sie unbedingt die folgenden Schritte dabei einhalten:

Als Erstes sollten Sie Ihre Fassade gründlich reinigen. Anschließend ist es wichtig, die Fassade nach rissen und Schäden in der Wand absuchen. Solche müssen vor einem neuen Anstrich gut verschlossen und ausgebessert werden. In der Folge müssen Sie sich entscheiden, wie genau Sie die Fassade in Zukunft gestalten möchten. Ist es Ihre eigene Garage direkt neben dem Wohnhaus? Dann haben Sie die Möglichkeit, diese entweder einfach nur zu streichen, sie mit Rauputz zu versehen oder sie direkt zu verklinkern.

Letztes ist die wohl hochwertigste Variante – sollte aber in der Regel auch vom Fachmann ausgeführt werden. Die Varianten eins und zwei können Sie problemlos selbst lösen. Wichtig ist dabei die Wahl der richtigen Farbe. Denn diese muss vor allem verhindern, dass Feuchtigkeit in das Innere Ihrer Garage eindringt. Hier eignet sich Silikon-Fassadenfarbe in der Regel besonders gut.

Übrigens

Wenn es bereits zu Wasserschäden an der Wand Ihrer Garage gekommen ist, sollten Sie unbedingt einen Fachmann hinzuziehen, um zu prüfen, ob es bereits zu einem Schimmelbefall gekommen ist oder ob die Wand womöglich zuerst trockengelegt werden muss.

Ein defektes Garagentor

Gerade bei älteren Garagen kann ein defektes Garagentor auch eine Chance darstellen. Wenn Sie Ihre Garage ohnehin sanieren müssen, ist es zumeist auch leicht, direkt Anschlüsse für ein motorisiertes Garagentor zu legen. Wenn Sie sich für ein elektrisches Garagentor entscheiden, sollten Sie hier die Montage und den Einbau auf jeden Fall vom Fachmann vornehmen lassen. Einerseits haben Sie so die volle Garantie auf das Tor und die getane Arbeit. Zum anderen können Sie den Einbau des Garagentors als Handwerkerleistung von der Steuer absetzen.

Garagenboden sanieren

Wenn Sie Ihren Garagenboden sanieren möchten, ist das meistens mit dem Verlegen eines neuen Bodenbelages getan. Das wird vor allem dann nötig, wenn Ihr alter Bodenbelag durch jahrelange Nutzung entsprechende Schäden genommen hat. Dabei haben Sie zahlreiche verschiedene Möglichkeit.

Früher hat man Garagen noch relativ häufig gefliest. Davon ist man inzwischen weitgehend abgerückt – einfach, weil die Belastung für die Fliesen oftmals einfach zu groß ist. Generell sollte eine Bodenbeschichtung für eine Garage die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Sie sollte frostsicher sein
  • Daneben ist es wichtig, dass sie wasserabweisend ist
  • Sie sollte öl- und benzinfest sein
  • Sie muss auf jeden Fall abriebfest sein
  • Darüber hinaus muss sie rutschhemmend wirken

Es ist nicht einfach, einen Bodenbelag zu finden, der all diese Punkte vereint. Aus diesem Grund sind viele Garagenbesitzer heute längst dazu übergegangen, einen Bodenbelag aus Epoxidharz vorzuziehen. Hierbei wird der Bodenbelag aus dem Harz auf den bereits vorhandenen Boden aufgebracht. Dazu gehört allerdings einiges an Erfahrung, sodass es auch in diesem Punkt sinnvoll ist, einen Fachmann zu beauftragen.

Eine schöne Alternative bietet übrigens Gussasphalt-Estrich. Dieser Bodenbelag erfüllt nicht nur alle wichtigen Anforderungen an einen Garagenboden – man kann hier auch noch ansprechende Muster und Schattierungen einbauen.

Fazit

Eine Garage zu sanieren – egal ob Sie das Garagendach sanieren, den Garagenboden sanieren oder gleich die ganze Garage auf Vordermann bringen möchten – ist immer mit einer Menge Arbeitsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden. Vor allem wer eine ältere Garage hat, sollte einmal darüber nachdenken, ob eine gut geplante Sanierung der gesamten Garage an einem Stück nicht auch eine deutliche Erhöhung des Wertes der Garage mit sich bringen würde.


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