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Sie möchten etwas gegen die Erderwärmung tun? Mit einer guten Isolierung der Heizungsrohre schonen Sie die Umwelt und sparen auch viel Geld.
Mit wenig Aufwand können Sie sehr viel erreichen! Wie Sie das genau bewerkstelligen und was bei der Isolierung von Heizungsrohren zu beachten ist, darüber klärt unser Ratgeber auf.
Warum sollten Heizungsrohre isoliert werden?
Die Isolierung Ihrer Warmwasserleitungen verringert den Wärmeverlust und kann die Wassertemperatur um 2 bis 4 Grad Celsius höher halten als bei ungedämmten Leitungen, so dass Sie Ihre Wassertemperatur entsprechend niedriger einstellen können. Außerdem müssen Sie nicht mehr so lange auf heißes Wasser warten, wenn Sie einen Wasserhahn oder einen Duschkopf aufdrehen, was zum Wassersparen beiträgt.
Die Isolierung der Rohre eigenständig und nachträglich vorzunehmen, ist zwar in vielen Fällen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Es lohnt sich jedoch, die Isolierung beim Neubau eines Hauses, bei der Sanierung oder bei anderen Arbeiten an Ihrem Warmwasserbereiter oder Ihren Rohren vornehmen zu lassen oder die Rohre selbst zu isolieren.
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In besonderen Fällen, z. B. wenn der für die Wassererwärmung verwendete Brennstoff sehr teuer ist, die Rohre einen weiten Weg zurücklegen und/oder sehr kalter Luft ausgesetzt sind (in diesem Fall sollten sie ohnehin gedämmt werden, um ein Einfrieren zu verhindern) und wenn der Haushalt viel Wasser verbraucht, können weitaus höhere Energieeinsparungen erzielt werden. In diesen Fällen können die Kosteneinsparungen die Kosten für die Beauftragung eines Fachmanns ausgleichen. Oft kann eine nachträgliche Isolierung aber auch von geübten Heimwerkern selbst vorgenommen werden.
Welches Material eignet sich am besten für eine Rohrisolierung?
Es gibt verschiedene Arten von Materialien auf dem Markt, die sich mehr oder weniger gut für eine Isolierung der Heizungsrohre eignen. Auf diese möchten wir im Folgenden etwas näher eingehen.
Isolierung aus Schaumstoff
Die günstigste Form einer Rohrisolierung besteht in der Regel aus einfachem Schaumstoff, wie wir ihn beispielsweise von Polstermaterialien in Paketsendungen kennen. Solche Rohrisolierungen sind im Handel zum Meterpreis von wenigen Euro vorgefertigt zu haben. Sie eignen sich insbesondere für den Heimwerker, der seine Heizungsrohre zum günstigen Preis nachträglich isolieren möchte.
Die Isolierwirkung ist hierbei gut, aber nicht perfekt. Trotzdem lassen sich mit Rohrisolierungen aus Schaumstoff bereits viele Euro Heizkosten bzw. Kosten für Warmwasser pro Jahr einsparen.
Kautschuk-Isolierung – auch als Elastomer oder als Isopren bekannt)
Die Kautschuk Rohrisolierung eignet sich gut gegen Wasserdampf und besitzt eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit. Damit eignet sie sich hervorragend im Sanitär und Heizungsbereich.
Die Rohrisolierung aus Kautschuk wird heute umweltschonend und FCKW frei hergestellt. Eine hochwertige Kautschuk-Rohrisolierung aus dem Fachhandel entspricht dabei immer der DIN 4102 – darauf sollte dringend geachtet werden. Sie ist somit nach DIN schwer entflammbar, was Ihrer eigenen Sicherheit dient.
- ✅ EFFIZIENTE WÄRMEISOLIERUNG – Die Kaiflex HT s2 Rohrisolierung minimiert Energieverluste um bis zu 80 % und hilft, Heizkosten zu senken. Perfekt für Heizungsrohre, Kaltwasserleitungen und Sanitäranlagen. Geeignet für Rohrdurchmesser von 15-89 mm mit Dämmstärke 10-40 mm. CL-s2, d0 (EN 13501-1)
- 🔥 HOHER BRANDSCHUTZ & SICHERHEIT – Mit Brandschutzklasse s2 bietet diese Rohrisolierung eine begrenzte Rauchentwicklung und ist schwer entflammbar– ideal für den sicheren Einsatz in Gebäuden.
- 🛡️ ANTIMIKROBIELLE BESCHICHTUNG – Die Isolierung schützt vor Schimmel & Bakterien, was sie besonders langlebig und hygienisch macht.
- 🌊 WASSERABWEISEND & FLEXIBEL – Die geschlossene Zellstruktur verhindert Kondensation, während das hochflexible Material eine einfache Montage ermöglicht – schneide es einfach auf die gewünschte Länge zu!
- 📏 VIELSEITIGE GRÖSSENOPTIONEN – Erhältlich mit einer Dämmstärke von 10-40 mm und einem Rohrdurchmesser von 15-89 mm – ideal für Heizungsanlagen & Sanitärinstallationen.
Weitere Facts zur Rohrisolierung aus Kautschuk:
- Sie erkennen als Laie eine hochwertige Kautschuk-Rohrisolierung daran, dass die Rohrlängen in der Regel 2 m betragen.
- Die Rohrisolierung ist meistens in der Farbe grau gehalten.
- Außerdem lässt sich die Rohrisolierung sanft mit der Hand zusammendrücken und sehnt sich nach der Belastung direkt wieder in ihren Ursprungszustand aus.
- Kautschuk-Rohrisolierungen bekommen Sie in der Regel nicht im Baumarkt, sondern nur im Handwerksbetrieb oder direkt im Fachgroßhandel
Die Dämmstärke
Die Rohrisolierung ab der Dämmstärke von 13 mm wird auch als „50 % Rohrisolierung“ bezeichnet. Diese 50 % Rohrisolierung wird im Heizungsbereich sowohl bei Armaturen als auch bei Decken- und Wanddurchbrüchen, Leitungen von Zentralheizungen und zentralen Rohrnetzverteilern verwendet. Im Sanitärbereich wird die 50 % Rohrisolierung bei Warmwasserleitungen, Decken- und Wanddurchbrüchen und bei Rohrnetzverteilern eingesetzt.
- Hinweis: Zur Verwendung mit Durchlauferhitzern (geschlossene Warmwasserbereiter), Thermen, Speichern; Nicht zur Verwendung mit offenen Warmwasserbereitern (sog. Niederdruckgeräte)
- Grohe EcoJoy: Sparfunktion für reduzierten Wasserverbrauch
- Grohe StarLight- pflegeleichter Glanz für Ihre Armatur
- Lieferumfang: Waschtischarmatur, Dichtungsringe, Zugstange, Ablaufstopfen, Pflegeanleitung
- Bitte beachten Sie, dass das Produkt kein Loch für eine Zugstange hat!
Eine Rohrisolierung ab 24 mm Dämmstärke wird als „100 % Isolierung“ bezeichnet. Die 100 % Rohrisolierung wird im Heizungsbereich bei Leitungen in unbeheizten Räumen, Leitungen zwischen unbeheizten Räumen oder in unbeheizten Fußböden verwendet. Im Sanitärbereich werden Warmwasserleitungen mit Zirkulationspumpen, Begleitheizungen oder Warmwasser-Leitungen für mehrere Benutzer üblicherweise mit der 100 % Rohrisolierung isoliert.
Bevor Sie beginnen
Bestimmen Sie die Art des Dämmmaterials, das Sie verwenden möchten, die benötigte Menge (Länge der Rohre) und die Größe des Rohrs (passen Sie den Innendurchmesser der Rohrmanschette an den Außendurchmesser des Rohrs an, damit es gut passt). Für elektrische Warmwasserbereiter sind Rohrmanschetten aus Polyethylen oder Neoprenschaum die am häufigsten verwendete Isolierung.
Bei Gas-Wassererhitzern sollte die Isolierung mindestens 15 cm vom Schornstein entfernt sein. Wenn die Rohre weniger als 15 cm vom Schornstein entfernt sind, ist es am sichersten, eine Glasfaserrohrummantelung ohne Verkleidung zu verwenden. Zur Befestigung am Rohr können Sie entweder Draht oder Alufolienband verwenden.
Was Sie benötigen
- Maßband
- Rohrmanschetten oder Streifen aus Glasfaserisolierung aus dem Baumarkt
- Acryl- bzw. Klebeband oder Kabelbinder, um die Muffen zu befestigen – alternativ Alufolienband oder Draht, um die Glasfaserrohrummantelung zu befestigen
- Tragen Sie bei der Verwendung von Glasfaserummantelungen Handschuhe, lange Ärmel und Hosen
- Schere, Teppichmesser oder Universalmesser zum Schneiden der Isolierung
- Stirnlampe oder Licht, wenn Sie in einem Keller oder einem dunklen Bereich arbeiten
Heizungsrohre isolieren – so geht’s
1. Messen Sie die Rohre
Beginnen Sie am Warmwasserbereiter und messen Sie die Länge der Isolierung aus, die Sie benötigen, um alle zugänglichen Warmwasserrohre abzudecken, insbesondere die ersten drei Meter der Rohre vom Warmwasserbereiter. Zusätzlich empfiehlt es sich, die ersten drei Meter der Kaltwasserzufuhr zu isolieren.
2. Schneiden Sie die Rohrmanschetten zu
Zeichnen Sie die benötigten Längen an das Rohmaterial an und schneiden Sie dann die Isolierung auf die benötigten Längen zu. Nutzen Sie dazu eine scharfe Schere oder ein Teppichmesser.
3. Montieren Sie die Rohrmanschetten
Jetzt ist es an der Zeit, die zugeschnittenen Rohrmanschetten zu montieren. Platzieren Sie die Teile dabei so, dass die jeweilige Naht nach unten zeigt. Der Grund: Wärme hat die Angewohnheit, nach oben zu steigen. Würde die Nahtstelle nach oben zeigen, ergäbe ich hier ein größerer Wärmeverlust, als wenn diese nach unten weist.
4. Sichern Sie die Rohrmanschetten
Befestigen Sie die Isolierstücke bzw. Rohmanschetten mit Klebeband, Draht oder Klemmen (bzw. mit einem Kabelbinder). Die Befestigungselemente sollten Sie alle ein bis zwei Meter am Rohr anbringen, um eine ausreichende Sicherheit zu erreichen.
Fazit
Je nach Art und Ausführung der verbauten Heizungsanlage lässt sich mit einer Isolierung der Heizungsrohre viel Geld sparen – mitunter mehrere hundert Euro pro Monat. In Böden oder Wänden verlegte Rohre lassen sich freilich nachträglich kaum isolieren. In diesem Fall sollte bereits beim Bau des Hauses bzw. bei einem Umbau an eine entsprechende Isolierung gedacht werden. Die frei zugänglichen Leitungen können jedoch auch ambitionierte Heimwerker ohne Probleme nachträglich isolieren. Hierfür gibt es verschiedene Materialien auf dem Markt. Das Verlegen der Rohrmanschetten gelingt in der Regel ganz einfach und ist schnell gemacht. Diese Möglichkeit sollte jeder nutzen – seinem eigenen Geldbeutel und unserer Umwelt zuliebe!
